Bayernliga Baseball – Anspruch oder Running Gag?

Fragen zum Spielbetrieb in den bayerischen Herrenligen gehören hier rein.
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Nico1995
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Bayernliga Baseball – Anspruch oder Running Gag?

Beitrag von Nico1995 »

Ich frag mich langsam ernsthaft, was wir hier eigentlich spielen. Baseball ist es jedenfalls nur noch auf dem Papier.

Und bevor jetzt jemand sagt „ist halt unteres Level“: Wir reden hier von der Bayernliga. Also eigentlich das Aushängeschild unterhalb der oberen Ligen.

Ergebnisse wie 26:25 wirken eher wie Kreisliga-Handball als wie Baseball. Gleichzeitig gibt’s dann wieder 22:0 oder 15:0, wo ein Team komplett zerlegt wird. Competitive Balance? Sieht anders aus.

Pitching scheint eher Glückssache zu sein. Entweder Walk-Orgie bis die Bases von allein voll sind, oder Batting Practice für alle. Einen sauberen Strike zu werfen wirkt teilweise wie eine besondere Faehigkeit und nicht wie Grundlage des Spiels.

Und dann dauert das Ganze 3+ Stunden für 7 Innings. Drei Stunden. Für ein Spiel, das eigentlich von Tempo, Prezision und Rhythmus lebt. Stattdessen: Walks, Errors und endlose Halbinning-Schleifen.

Die Umpires? Naja. If you pay peanuts, you get monkeys. Passt leider oefter, als es sollte.

Und ueber die Ligen darunter…
legen wir besser den Mantel des entsetzten Schweigens.
Hust. Franken Rebels. Hust.

Wenn das schon die Bayernliga ist, sollte man sich ernsthaft fragen, wie man Pitching, Ausbildung und Spielorganisation wieder auf ein Niveau bekommt, das diesen Namen verdient.

Aktuell ist das weniger Baseball und mehr ein langgezogenes Meme mit Boxscore.

Gruesse aus dem Muenchner Speckguertel.
Hans Joachim Goller
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Re: Bayernliga Baseball – Anspruch oder Running Gag?

Beitrag von Hans Joachim Goller »

Alles irgendwie richtig, keine Frage!
Ich muss dann aber doch mal ne Lanze brechen für „die UMPs“.

Bei Ergebnissen, die eher nach Football als nach Baseball aussehen, noch dazu wenn sie 3h oder gar 4h dauern, ist das ein absolut nachvollziehbarer Frust!

Für eine evtl. überdimensionierte BYL, unzureichende Qualität und Tiefe im jeweiligen (Pitching-)Kader oder z.B. eine fehlende Zeitbegrenzung kann aber definitiv kein UMP was! Hier müssten schon die Vereine selbst mehr reflektieren und tätig werden.

Bzgl. BYL-UMP-Verfügbarkeit und -Performance bleibt zu hoffen, daß die aktuelle „Qualitätsoffensive“ des Verbands ihre Wirkung nicht verfehlt? Viele neue Bs, neuerdings alle wieder scharfrichterlich evaluiert, in hoffentlich anspruchsvollen Prüfungsspielen.
Ich persönlich hätte ja eine verpflichtende regelmäßige Weiterbildung auf Landesebene für alle B-Umps als zielführender empfunden (siehe die meisten anderen Landesverbände oder den Bundesverband). Ist aber wie gesagt nur meine unwesentliche Privatmeinung.

Weniger Hoffnung habe ich, was die „Peanuts“ angeht. UMPs scheinen leider bei so manchem Offiziellen eher ein notwendiges Übel darzustellen, einen Kostenfaktor, den es zu optimieren gilt? Die letzte Anpassung der Aufwandsentschädigung gab es 2019, beim Kilometergeld ist es sogar noch länger her? Und trotzdem wären UMPs angeblich zu teuer! Nur des Geldes wegen ist da keiner mehr dabei, schon gar nicht bei den aktuellen Spritpreisen…..

Nicht aufgeben, bleibt zuversichtlich, vor allem aber seid respektvoll, egal ob als Spieler, Coach, UMP oder Funktionär. Alle hier sind mit unglaublich viel Herzblut unterwegs!!!!

Also bis bald mal wieder an einer HP
Nico1995
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Re: Bayernliga Baseball – Anspruch oder Running Gag?

Beitrag von Nico1995 »

Die „UMPs“ sind am Ende halt auch nur Symptom der ganzen Nummer.

Man will Bayernliga spielen, aber bitte möglichst billig. Sponsoren dünn, Strukturen verkrustet, überall Ehrenamt auf Verschleiß gefahren und bei den UMPs wird um jeden Euro diskutiert, als würde man einen MLB-Free-Agent verpflichten.

„If you pay peanuts, you get monkeys“ war überspitzt formuliert.Andererseits:Wer Qualität will, muss halt irgendwann aufhören, alles zum Discounttarif organisieren zu wollen.

Aktuell wirkt manches eher wie staatlich subventioniertes Freizeit-Baseball mit angeschlossenem Walkathon.
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