Protest einlegen leicht gemacht

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andreas füßl
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Beitrag von andreas füßl » 20.11.2001 20:51

Nachdem ich Ende dieser Saison das Vergnügen hatte, den Ablauf eines Protestverfahrens miterleben zu dürfen, sei mir ein kleiner Tip an alle erlaubt:

Wenn ihr während eines Spiels feststellt, daß eine den Protest ermöglichende Situation entstanden ist, geht sofort, ich wiederhole, SOFORT, zum umpire. Dort meldet ihr den Protest sofort an, und besteht darauf, daß der umpire sofort mit euch zum Scorer geht. Dieser muß dann wiederum sofort auf der Rückseite des Scoresheets die Begründung des Protestes aufschreiben. Die Einzelheiten diesbezüglich spare ich mir mal.

Das Wort "sofort" kommt deshalb sooft im letzten Absatz vor, weil das der entscheidende Punkt ist.
Laßt euch keinesfalls vom Scorer abwimmeln. Die Äußerung, der Protest könne ja noch am Ende des Spiels eingelegt werden, bevor alle unterschrieben haben, ist eine Lüge. Entweder sofort, oder nie mehr ist die Devise. Das Ankreuzen des Kästchens auf dem Scoresheet genügt NICHT zur wirksamen Einlegung des Protests.

Ihr erspart euch viel Ärger und ein eingelegter Protest geht nicht wegen eines Formmangels verloren.

An alle, die jetzt denken, Blödmann, steht doch alles in der DVO..... klar stehts da..... die DVO hat nur nicht jeder im Kopf und ein kleiner Hinweis auf derart entscheidende Details sollte erlaubt und auch ganz nützlich sein... :wink:



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Matthias Rucker
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Beitrag von Matthias Rucker » 20.11.2001 21:10

Guter Tip. Hab zwar noch nie einen Protest durchziehen müssen/wollen, aber es soll ja immer mal zu so einer Situation kommen können.

Ciao
Matthias

Volker
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Beitrag von Volker » 20.11.2001 21:17

´tschuldigung, aber was willst Du damit genau sagen? Gib doch mal genauere Infos zu dem Fall, ansonsten weiss doch keiner um was für eine Situation es eigentlich geht :sleep: , aber was genau ist denn passiert?

Volker

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Beitrag von andreas füßl » 20.11.2001 21:25

Was genau passiert ist, ist nicht entscheidend. Der Protest muß eingelegt werden, sobald die den Protest begründende Situation entstanden ist und die protestierende Mannschaft davon Kenntnis erlangt hat. Es sind alle möglichen Situationen denkbar...

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Beitrag von Volker » 20.11.2001 21:39

Na, dann Danke für die Info. Vor ein paar Jahren ist es im BWBSV ganz anders gelaufen: erst abwarten wie das Endergebniss ist und wenn man dann verliert Protest einlegen :burning:
Leider scheint das in unserem LV immer noch zu funktionieren :evil: :cry:

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Beitrag von oldhenry » 20.11.2001 21:46

Also es ist wirklich so, man muß den Protest sofort d.h. in dem Moment einlegen in dem der Pordestgrund bekannt wird.
Auch sollte man sich tunlichst nach Zeugen umschauen, danach wird man nämlich ein paar Monate später gefragt.
Sollte dann auf Grund des Spielergebnises der Prodest nicht mehr notwendig sein, dann kann man Ihn zurück ziehen.
Nur so wird ein Schuh draus :grin:, anerenfalls ist der Prodest nicht zulässig.
In BW wollte mir man das auch schon anders einreden.
Oldhenry- dä äschde deudsche bidscher mid seim eichena Wurf :D
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Beitrag von Alexander Seipt » 20.11.2001 23:38

@Füsl

Wie Du so schön richtig bemerkt hast, immer sofort Protest einlegen. Das ist aber, wie Du auch unterschwellig angemerkt hast, nicht das eigentliche Problem.

Das eigentliche Probloem ist, dass NIEMAND (gut, Ausnahmen gibt es schon!!) die DVO oder BuSpO liest, aber hinterher immer jammert.

Es ist nun mal so, dass das Thema Protest ziemlich genau geregelt ist und man sich da einfach daran halten muss.

Den Vorfall kenne ich und ich hab da so meine eigene Meinung dazu. Aber es ist natürlich das gute Recht eines jeden vereins Protest einzu legen und das will den Vereinen mit sicherheit keiner nehmen. Bitte aber auch dann an die BuSpO und DVO genau halten.

Als Coach oder Manager solltem man den jeweiligen Inhalt wenigstens grob kennen...

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kc
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Beitrag von kc » 21.11.2001 01:11

hi
ich hab das eigentlich mal im ump-kurs gelernt, aber schon laaaaaange her. weiss echt nicht mehr wer ausbilder war .... der seifert oder so... egal.

eines noch: ein verantwortlicher des vereines sollte immer die ganze DVO lesen !!!
das haette im dem fall eventl. auch nicht geholfen, wenn der nicht da gewesen waere.

mir faellt keine loesung ein, ausser der, der die dvo und die buspo liest seinen coaches die wichtigsten punkte rausschreibt und uebergibt.

sel
kc :hat:

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Beitrag von Matthias Rucker » 21.11.2001 12:54

Also ich glaube kaum, daß es jemanden gibt, der jeden Scheiß aus der DVO und der Buspo kennt.

Das ist ja fast unmöglich.

Ciao
Matthias

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Beitrag von A.B. » 21.11.2001 15:19

Als Trainer sollte man doch wohl alles was zu der Liga gehört in der man spielt und auch die allgemeinen Sachen, die einen mal betreffen können wissen, oder zumindest die Vorschriften dabei haben und wissen, wo man nachschauen muß. Das gehört für mich dazu, wie gewisse Regelgrundkenntnisse, die man als Coach auch haben sollte. Also sollten ALLE Trainer vor der Saison mindestens die BuSpO und die DV einmal durchlesen (nicht nur 1 Person im Verein). Dann muß man als Umpire am Anfang der Saison bei der Plate-Conference auch keinen Vortrag halten, was in dieser Liga in dieser Saison gilt, weil die Trainer keinen blassen Schimmer haben.BildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBild

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Beitrag von Ingo Leven » 21.11.2001 15:44

Danke Andreas,

habe schon gedacht, ich wäre der einzige, der so denkt... :top: :top: :top: :top:

Gruß,
Ingo

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Beitrag von Slovig » 21.11.2001 16:02

Wir sollten aber trotzdem erstmal 'klein' anfangen und darauf hinwirken, daß es wenigstens einer im Verein liest und das dann entsprechend weitergibt - wie z.B. das Beispiel Gundelfingen gezeigt hat ist das leider nicht mal bei um den Aufstieg spielenden Vereinen gegeben.
Es ist natürlich erfreulich, wenn es der Coach einer zweiten oder dritten Mannschaft von sich aus macht.

Matt
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Beitrag von Ingo Leven » 21.11.2001 16:11

Nennt es meinetwegen Anforderungsprofil Coaches oder QS, QM oder sonstwie... Für mich gehört neben dem regelmäßigen Erste-Hilfe-Kurs auch das Durchlesen der DVO zu den Grunderfordernissen eines Coaches... Hier ist es halt so, dass jemand, der das macht, die Regeln kennen sollte, damit er weiß, was zu tun ist...

Gruß,
Ingo

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Beitrag von Chiller » 21.11.2001 16:38

Trotzdem sollte nicht vergessen werden, dass ein Protest nur weil er möglich ist nicht IMMER sinnvoll ist. :mad:
Denn es gibt auch Teams und Trainer, die nur noch darauf aus sind, gegen möglichst viele Spiele Protest einzulegen. Was aber zumindest in den unteren ligen nicht der fall sein sollte.Denn manche Spiele werden dann aufgrund eines unfairen Gegners nur durch Protest gewonnen, obwohl gar kein grober/spielentscheidender Regelverstoß vorlag. :chat:

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Beitrag von kc » 21.11.2001 18:36

hi chiller,
kann ich mir nicht vorstellen - 100 dm fuer ein protest und 2001 gab es doch so ungefaehr nur 2 oder 3 ...

andreas+ingo - yes - recht habt ihr :wink:

sel
kc :hat:

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