Umpire Lehrgänge 2023

Regelfragen, umstrittene Entscheidungen und alles weitere zum Thema Schiedsrichter wird hier behandelt.
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roxy
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Umpire Lehrgänge 2023

Beitrag von roxy »

Hallo,

Folgende Lehrgänge sind im BSM ab sofort veröffentlicht.

Umpire BB C1
28./29.01.2023
11./12.02.2023

Umpire BB B1
04./05.02.2023
18./19.02.2023

Umpire C2
04./05.03.2023
11./12.03.2023


Update ! :

Umpire D
25.03.2023
Lehrgangsort:
Sporthalle an der Grundschule an der Helmholtzstrasse 6
80636 München

Ein Softball Umpire Lehrgang ist ebenso in Planung - Info hierzu folgt noch.
Zuletzt geändert von roxy am 09.01.2023, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.


wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden
roxy
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Re: Umpire Lehrgänge 2023

Beitrag von roxy »

Es sind noch Plätze frei, also ranhalten. Der Lehrgang dient auch als Fortbildung.
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madmark9
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Re: Umpire Lehrgänge 2023

Beitrag von madmark9 »

Servus zusammen,

ich möchte hiermit auch etwas Werbung für den Umpire C- und heuer besonders für den B-Kurs machen.

Alex, Patrick und ich sind für Euch am Start. Wir freuen uns, unsere Erfahrung weiterzugeben und den Baseballsport zu unterstützen, und hoffentlich weiter mit aufzubauen.

Keine Sportart der Welt kann den Spielbetrieb ohne Spielleiter und Scorer gestalten, geschweige denn aufrechterhalten. Da es aber leider immer wieder schwierig ist, neue Umpire (besonders B- aber vor allem A-Umps) zu bekommen, auszubilden und langfristig motivieren, mussten Maßnahmen ergriffen werden, um das Bewusstsein für die Thematik bei den Vereinen zu erhöhen. Die Diskussion ist natürlich sehr alt und wurde schon öfters lebhaft diskutiert.

Bitte bedenkt:
"ACHTUNG: Der AfW hat sich in seiner Sitzung am 29.02.2020 mit diesen Fragen auseinandergesetzt und gibt folgende Erläuterung zur Regel:
1. Die Zweljahresfrist beginnt mit der Offseason 2020/2021. Das heißt eine etwaige erstmalige Sanktionierung der Stufe 1 erfolgt demnach also frühestens nach der Offseason 2022/2023 im Frühjahr 2023."

Unsere Bitte an die Vereine: Schickt uns Eure C-Lizenzler, die Baseball lieben und weitermachen wollen!

Der B-Kurs findet statt:
04.02.2023 - 05.02.2023
18.02.2023 - 19.02.2023
Armin Wolf Arena

MsG!

Mark Major
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Re: Umpire Lehrgänge 2023

Beitrag von Ralf V. »

Der AfW hat schon mitbekommen, dass wir in den letzten beiden Jahren eine Pandemie hatten, die eine Ausbildung neuer C-Umpire gar nicht ermöglicht hat?!
Wir müssen jetzt erst mal wieder C-Umpire ausbilden lassen (dafür muss man auch erst Interessenten finden), die dann auch Erfahrung sammeln müssen um sie überhaupt zu einem B-Kurs schicken zu können.

Viele Grüße
Ralf
Ralf Vogel
Sportlicher Leiter Baldham Blackhawks
Headcoach BBQ Boars
Umpire/Scorer Obmn. Baldham Boars/Blackhawks


ralf.vogel@boars.de
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Re: Umpire Lehrgänge 2023

Beitrag von Gilk »

Hi Ralf,

da haben andere LVs wohl die Probleme nicht so wie wir, wenn ich die Anmeldezahlen im BSM so sehe:

https://bsm.baseball-softball.de/course ... D=training

VG
Gerhard
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madmark9
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Re: Umpire Lehrgänge 2023

Beitrag von madmark9 »

Wir haben bereits wieviele C-Umps?

Es ist nicht so, daß wir kein Personal bzw. Kandidaten hätten, Pandemie hin oder her.

Also: Meldet Euch zum B-Kurs! :head:
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Re: Umpire Lehrgänge 2023

Beitrag von Ronin »

Man muss es halt mögen.

Und: It's good to be the Umpire.

Wirklich?
Mag sein, aber nur wenn man diesen Sport liebt.
Am besten ganz ganz feste.

Hier mal ein paar Gedanken eines langjährigen Umpires, gewürzt mit Einsichten aus dem Leben eines Handballschiedsrichters auf vergleichbarem Niveau, welchen der Autor dieser Zeilen zu seinem Freundeskreis zaehlt. Nennen wir ihn einfach mal Olaf.

Die Tatsache, dass 95% der Umpire auf unseren Listen Karteileichen sind, mit der schlanken /line im Bezug auf Einsätze der letzten vier Jahre 0/0/0/0, liegt mit Sicherheit nicht an der Qualität unserer Ausbilder oder deren Enthusiasmus; die ist nämlich meines Erachtens sehr gut.
Der Grund warum lediglich 5% der Menschen, die eine Lizenz machen, auch Umpire werden (und dazu zähle ich nur Kollegen, die 20 Einsätze im Jahr oder mehr machen, da bin ich mit dem Kollegen Hartl absolut d'accord, alles andere sind mehr oder weniger gut gemeinte Beiträge zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs) liegt ganz einfach an den nackten Zahlen.

Zunächst einmal muss man mögen, sich das Regelwerk der kompliziertesten Sportart dieser Welt in verschiedenen Kursen draufzuladen und dieses Wissen dann an einem 27. Juli bei 38 Grad im Schatten im 5. Inning des zweiten Spiels auch anzuwenden; am besten natürlich fehlerfrei. Waehrend die beiden LL Mannschaften in der gleichen Zeit zusammen gerade den 12. Error geschnitzt haben.

Man muss auch mögen, sich mitten in die Frontlinie von zwei konkurrierenden Parteien zu begeben, und das 4-6 Stunden lang. Das erfordert ganz einfach eine spezielle charakterliche Disposition, die nur die wenigsten haben.
Nur die wenigsten Menschen, die Jura studieren, wollen auch Richter oder Mediatoren werden, obwohl das finanziell formidabel für sie wäre.

Was man auch mögen muss, ist das finanzielle Seppukku (um in der Tradition dieses Usernamens zu bleiben), das man begeht, wenn man Baseball Umpire einigermaßen ernsthaft betreiben will.
Da ist zunächst einmal die Anschaffung der Ausrüstung in Höhe von ca 1.000 € (gern auch mehr), will man wirklich gut aussehen und sicher sein.

Olaf dagegen sieht schon mit 150 € tip top aus wie ein Weltmeisterschafts Handball Schiedsrichter.

Und top aussehen, das wird heute selbst in den untersten Anheuser-Bushliegen erwartet. Wohlgemerkt von Spielern, die selbst noch mit total ausgeblichenen Caps von 1992 (noch mit dem vorvorletzten Vereinslogo) und Trikots, die ihnen mittlerweile vier Nummern zu klein sind, herumlaufen. So viel zu 'Respect the game'.

Kommen wir zum Zeitaufwand; und Boy oh Boy, ein Aufwand es ist.
Lebt man nicht gerade in den Ballungsgebieten München oder Nürnberg, sieht ein klassischer "Arbeitstag" eines zB B-Umpires sagen wir mal in der Bayernliga in etwa so aus.
Man richtet bereits am Freitagabend ca. eine Stunde lang seinen Korb her; macht man das nicht, muss man am Samstag noch eine Stunde eher aufstehen. Oder beim Spiel stinken.
Ist das schon am Freitag erledigt, reicht es, am Samstag gegen 9 Uhr aufzustehen, um dann um 10 Uhr loszufahren um z.B zu einem Einsatz nach München zu kommen. Wo es am Samstag sich gerne mal staut und man gut Zeit dazu schlagen muss, um auch die vorgeschriebene eine Stunde vor dem Spiel dann auch da zu sein.
Ist man dann da, steht man ca. 40 Minuten mehr oder weniger Sinn befreit umher, sieht in die Luft, auf sein Handy oder beobachtet Bayern- oder Landesligisten beim Aufwärmen oder der BP; da gibt es durchaus Sachen, die sexier sind. Leider. Oder man betreibt mit den Damen vom Grill, sofern sie denn schon überhaupt da sind, etwas socializing. Oder mit dem Kollegen, wenn er schon da ist. Gerne auch fachlich.
Eifrige Kollegen gehen auch noch das Feld ab, wobei das in 99% der Fälle ergebnislos ist.
Ca. 20 Minuten vor Play Ball begibt man sich dann zu den Umkleidekabinen. Wohlgemerkt, falls überhaupt welche vorhanden sind. In 30% der Fälle zieht man sich im Jahr 2023 nach wie vor genau wie im Jahr 1986 entweder in verranzten Containern oder gleich auf dem Parkplatz um. Auch das muss man mögen.

Olaf nicht. Der zieht sich in seiner wohltemperierten Schiedsrichter Umkleidekabine in einer meist relativ modernen Mehrzweckhalle um. Seine Handball schiedsrichter"ausrüstung" im Wert von nicht mehr als 150 € hat er in 5 Minuten in seine Weekender Tasche gestopft. Einen Hamburger Hafen Mini Container wie wir braucht er nicht.
Auch Olaf muss eine Stunde vor Spielbeginn vor Ort sein doch diese eine Stunde ist tatsächlich deutlich sexier, denn in den allermeisten Handballhallen herrscht eine Stunde vor Spielbeginn eine Stimmung, die in etwa der in einer der zahllosen Kneipen am Ballermann gleicht.

Kommen wir zu uns zurück. Um 13 Uhr ist dann Play Ball und man umpt in etwa zweieinhalb Stunden ein Bayernliga Spiel. Danach ist man in der Regel mit der Wäsche durch. Je nach Spielverlauf gern auch mit den Nerven. Man holt sich relativ schnell (meistens relativ minderwertigen) Junk Food als Catering. Der ist billig . Wohlgemerkt: falls es überhaupt eines gibt! Obwohl es eigentlich vorgeschrieben ist. Wir kennen unsere Pappenheimer.
Danach geht es dann in die Umkleiden (falls wie gesagt überhaupt vorhanden) zieht sich um. It's good to be a Dressman. Je nach Temperatur im ersten Spiel ist hier auch schon die erste Dusche fällig.
Um etwa 16 Uhr beginnt dann die zweite Schicht und man umpt noch einmal zweieinhalb Stunden das zweite Spiel.

Olaf ist zu diesem Zeitpunkt schon lange wieder zu Hause; ein Handballspiel dauert ja nur eine Stunde! Und er kann mit Uschi seinen Nachmittags Kaffee genießen. Zu dem Zeitpunkt wo Olaf seinen Kaffeelöffel fallen lässt, und sich endgültig seinem Wochenende widmet, stehe ich in der Regel ca. im fünften Inning im zweiten Spiel auf dem Platz und genieße den Afterburner Hitze Effekt, wenn die Atmosphäre, die sich den ganzen Tag an einem, sagen wir mal 18. August, aufgeheizt hat, so richtig reinknallt. In langen grauen Flanellhosen und mit einer schwarzen Mütze. Auch das muss man mögen.

Um ca. 18.30 Uhr ist die Maloche dann vorbei und man kann bei 95% der Vereinen noch seiner Aufwandsentschädigung hinterherlaufen; gerne an der First Baseline, wo der Coach schon mit der Nachbesprechung begonnen hat ("Uli wuerd's dir was ausmachen, wenn Du das Geld erst später bekommst? Wir möchten auch noch das Feld abziehen!" und andere Shananigans); obwohl man diese eigentlich unaufgefordert vor dem Spiel ausgehändigt bekommen sollte.
Ich habe schon erlebt, dass Mannschaften in völliger Vergessenheit erst dann zum Geldautomaten gefahren sind oder aber als Krönung der Schöpfung im Dugout den Hut herumgehen haben lassen. UnFuckingfassbar. Das darfst du niemandem erzählen. Wohlgemerkt sprechen wir hier von 60 € und nicht von den z.B. 100 € die Olaf in der Dritten Bundesliga bekommt.
Tatsächlich die einzigen beiden Vereine wo es läuft wie es laufen soll (namentliches Kuvert vor Spielbeginn), sind die Schwaig Red Lions und meine Laub Raiders, zumindestens als ich damals noch in Verantwortung war; wie es dort jetzt läuft kann ich nicht beurteilen.
Habe ich schon erwähnt dass Olaf noch jedem Handballspiel in aller Regel vom Heimverein im vereinseigenen Vereinslokal A la Carte eingeladen wird?Nein? Gut vergessen wir es. Stattdessen werde ich von einem Helferlein am Catering Stand aufgefordert meinen Billigst Hot Dog zu zahlen; obwohl ich eine Umpire Uniform trage. Uneffinfassbar.

Ist man dann geduscht und zum zweiten Mal umgezogen, schlendert man noch mal zum Catering und betreibt ein wenig Socializing mit den Beteiligten und mit ernsthaften Kollegen gerne auch eine ernsthafte Nachbesprechung der beiden Spiele.

Dann ab zum Auto und man ist ca. um 20 Uhr zu Hause; nach 10 Stunden; bei einer Aufwandsentschädigung von 60 € für die beiden Spiele; das entspricht einem Stundenlohn von 6 €, was in etwa der Entlohnung eines Zeitungsausträgers in den 80er Jahren entspricht; auch das muss man mögen.
Für den Aufwand angemessen wären 50 € pro Spiel und 40 Cent pro gefahrenen Kilometer; das wird aber wahrscheinlich nie eintreffen; ob es was ändern würde weiß ich nicht; auf jeden Fall gibt es im Handball auch ein Schiedsrichterproblem; hat mir Olaf gesagt.

Olaf hingegen macht 25 € pro Stunde, da er für einen einen Einsatz in der Dritten Handball Bundesliga 100 € bekommt, was Ligen technisch sich durchaus mit einem Einsatz in der früheren Regionalliga oder zweiten Bundesliga im Baseball vergleichen lässt. Also rund fünfmal so viel.
Verglichen mit einem A-Umpire verdient Olaf sogar noch bedeutend mehr, da ein A-Umpire auch bedeutend mehr Zeitaufwand einsetzen muss wie z.B ein B oder ein C Umpire. Ganz zu schweigen von der sehr teuren Ausbildung, die die Vereine nicht immer übernehmen und der sehr schweren Prüfung. Vor allem der praktischen Prüfung, wo man gefuehlt gerne mal durchfällt wenn man wie ein Football-O Liner nur zu früh zuckt.

Wäre ich jetzt gerne Olaf? Absolut nicht, denn ich liebe Handball nicht mal 1/20 so viel wie Baseball. Es ist halt wie im richtigen Leben man kann sie nicht aussuchen wo die Liebe hinfällt.
Zieht man aber die Krone des Irrsinns heran, nämlich dass man als A Umpire sich seinen Sprit unter Umständen auch noch selbst zahlen muss, um zu einem Erstligaspiel zu kommen, nur damit die Bubis in der ersten Liga Balliballi spielen können, dann ist bei uns dermaßen viel im Argen, dass es wirklich weh tut.

Und irgendwie ändert sich bei uns auch nichts; gefühlt seit Jahrzehnten; unser Sport findet seit 1993 nicht mehr in Mainstream statt.
Selbst vergleichsweise kleine Länder wie Tschechien erreichen in 10 Jahren mehr wie wir in 30; sowohl spielerisch als auch beim Umpiring.
Wir haben so manchen auch A Umpire in Deutschland, der dermaßen gut ausgebildet ist und dermaßen erfahren ist, dass er wahrscheinlich in einem MLB Spiel nicht negativ auffallen würde.
Wenn ich dann aber aus mehreren sehr seriösen Quellen höre, dass bei einem vergangenen MLB-event in Deutschland die von der MLB veranschlagten 2000 US-Dollar nicht wie gewünscht für die Umpire ausgegeben wurden, sondern für andere Zwecke "umgewidmet" worden sind, dann kann man ungefähr erahnen, welche Stellung unsere Umpire in Deutschland genießen. Solange sich daran nichts ändert, werden wir bis zum Sankt Nimmerleinstag ein Umpire Problem haben. Das nichts mit den Ausbildern oder der Ausbildung zu tun hat sondern ganz einfach wie gesagt mit den nackten Zahlen.

Dennoch bleibe ich dabei: It's good to be the Umpire!
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