Landesliga auf dem Irrweg

Fragen zum Spielbetrieb in den bayerischen Herrenligen gehören hier rein.
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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von DF19 » 17.10.2018 11:02

Ich teile hier mal meine Einschätzung als Spieler, Abteilungsleiter und Umpire, tut mir leid, wenn ich jetzt nicht alles vorhergegangene lesen konnte, ich werde das nachholen, da ich das Thema sehr wichtig finde und viele unterschiedliche Punkte Ihre Richtigkeit und Wert besitzen.

Als Spieler und Abteilungsleiter sind für uns in Laub Doubleheader mit 12 Innings zu viel, auch aufgrund der Pitcher-/Catcherregelung.
Als Umpire finde ich die Aufteilung in Doubleheader gut, da man sich mit dem Kollegen an der Platte abwechseln kann, eine Pause hat und die Vergütung deutlich besser ist. Gegen eine Erhöhung der Vergütung hätte ich auch als Abtleiter nichts, im Gegenteil.

1x9 ist Baseball und mit einer für die Landesliga angemessenen Mercy Rule durchaus brauchbar. Die Befürchtung bei 1x7 Spielen ist, dass zu wenig Einsatzmöglichkeiten für meine Spieler besteht und wir nach 3 Innings wieder abfahren müssen (dabei spielt oft keine Rolle ob man verliert oder gewinnt, oft wollen die Leute einfach spielen und nicht nach einem At Bat wieder abziehen müssen).

Ich werde am Workshop teilnehmen und mich dort auch sehr voraussehbar für den 1x9 Modus aussprechen.



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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Black Eye » 18.10.2018 01:04

Matthias Rucker hat geschrieben: 1) Ich habe eine Mittagspause. (...)
3) Re-Entry-Rule: Was meinst Du mit höher ansetzen?
4) Früher haben die Vereine per Gentlemen Agreement auch alle mit Holz geschlagen. Wieso vereinbaren wir Vereine nicht einfach, dass alle 5€ drauflegen?
Das mit der Mittagspause war auf die Konzentration während eines normalen Tages bezogen.
Da ist es normal, dass man nicht durcharbeitet.

3) Können wir in Bayern die Baseball-Regeln verändern? Das glaube ich eben nicht. Wenn, dann könnte das nur auf Bundesebene geschehen. Wenn überhaupt.
4) Und wie verbuche ich das als Kassier? 45 Euro Umpireaufwand und 5 Euro aus der schwarzen Kasse?

@David

Das mit den 3 Innings kann dir hier auch passieren.
Auch bei 1 x 9 zählt die Mercy Rule nach 3 Innings.
Ohne zu spielen wäre absoluter Wahnsinn.

Noch ein Argument, welches aber vermutlich nicht bei allen ziehen wird.
Verpflegung zwischen den Spielen? Ja, fällt dann weg.

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Devils » 19.10.2018 10:38

Es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem ;-)

Leider kann aus Landsberg auch niemand am Workshop teilnehmen, so dass ich auch noch etwas zum Stimmungsbild beisteuern möchte - aus Sicht eines Umpires und Abteilungsleiters ist. Coach war ich, bis auf BBQ-Softball nie.

Matthias, ich bin Dir dankbar für das Thema und kann fast alle der auch von anderen geschilderten Probleme aus eigenem Erleben nachvollziehen.

2*6
kann sich wirklich ziehen, wenn eine Mannschaft (womöglich noch die Heimmannschaft) stark überlegen ist und die schwächere einfach kein drittes Aus hinbekommt. Bei 2*7 in der LL früher gab es eine Zeitbegrenzung, die aber auch immer heiß diskutiert wurde. Sie hat in meinen Augen Nachteile bei gleichwertigen Mannschaften und knappen Ergebnissen. Die Pause zwischen den Spielen tut mir als Umpire gut. Ich esse zwar selten was, eher nach dem zweiten Spiel, aber den Kaffee brauch ich :-)

1*9
kann sich auch ziehen und bringt zeitlich wahrscheinlich nicht so viel und wird gegen Ende womöglich fehlerbehafteter. Es werden aber vielleicht mehr Spieler eingesetzt. Die Gefahr des "10. Spielers" könnte man sicher durch eine Regelung in der DVO abmildern (wenn den nötig). Ich sehe auch die Gefahr, sollte eine Mannschaft einen überragenden Pitcher haben, nur dieser spielt (über vielleicht 7 Innings) und dann die anderen Pitcher zu kurz kommen. Was mir aber wirklich kopfzerbrechen bereitet sind die Umpire. Es kann nur einer hinter der Platte stehen und Erfahrung sammeln. Gerade für neuen Kollegen könnte das zu einem Thema werden. Im Feld sehe ich dann ein Konzentrationsproblem, da ggf. seltener was passiert. Konzentrationsprobleme hatte ich eigentlich hinter der Platte selten, da auch bei langen Spielen immer was los ist. Auf dem Feld sieht es anders aus, wenn ein Walk dem anderen folgt.

Ich persönlich denke, dass der Zeitaufwand, wie schon geschrieben, sich nicht sehr unterscheiden mag, insbesondere, wenn lange Strecken dazu kommen.

Ich würde aber gerne einen anderen Aspekt ansprechen. Wieso wählt ein Team 2*6, obwohl es spieltechnisch vielleicht besser in die Landesklasse passen würde? Ich stelle die These auf, dass es die Entfernung sein könnte. Da es mehr Teams für 2*6 gibt, ist die Wahrscheinlichkeit auf kurze Entfernungen höher. 1*7 gibt es seltener und man muss länger auf Achse. Das Verhältnis zwischen Spiel- und Fahrtdauer ist nicht mehr passend. 2*6 ist zwar sportlich evtl. ernüchternd (für beide), aber der Tag ist insgesamt kürzer.

Ach ja, ein angesprochener Aspekt war, dass der Plate-Ump "Schuld" haben könnte, weil er die Strikezone nicht an das Niveau anpasst. Davon halte ich recht wenig. Die Strikezone ist so, wie sie ist. Allen ist das bekannt. Bei einer Veränderung (evtl. nur für den schlechteren Pitcher) machen wir ein Fass auf, dass nicht mehr zu schließen sein wird und der Shitstorm geht los. Ich sehe das eher ein Thema beim Batter - vielleicht schlägt der ja auch mal nach einem Ball, der knapp neben der Kante ist, um das Spiel anzukurbeln (bei deutlichem Spielstand)?
1*9 wäre hier auch wieder im Nachteil gegenüber 2*6, da man einfach als Team weniger Wettkampferfahrung sammelt. Achtung Fußballvergleich: man stelle sich vor, der Schiedrichter defniert bei einem C-Klassen-Spiel, dass Pfostentreffer auch als Tor zählen, war ja fast drin ;-)

Den Vergütungsaspekt würde ich persönlich weniger kritisch sehen. Es gibt sicher nur wenige, die das alleine (!) wegen des Geldes machen. Es ist ein schönes Zubrot für alle, sollte die Aufwände tragen (man braucht ja auch mal wieder Equipment). Vor allem aber ist es ein ehrenamtliches Engagement für den Sport. Man könnte vielleicht das Ganze etwas anheben, aber am Ende zahlen das doch wieder wir als Verein. Für den BFV habe ich folgende Spesenordnung gefunden: http://www.bfv.de/cms/schiedsrichter/17475.html
Da richtet sich die Höhe der Vergütung nach der Spielklasse. Vielleicht kann man da ja mal drüber nachdenken? UNd auch das Thema km-Satz noch mal Überdenken?

Ich bin gespannt, was beim Workshop raus kommt!

Viele sportliche Grüße
Thomas

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von DF19 » 19.10.2018 13:54

@David

Das mit den 3 Innings kann dir hier auch passieren.
Auch bei 1 x 9 zählt die Mercy Rule nach 3 Innings.
Ohne zu spielen wäre absoluter Wahnsinn.
Ich dachte bisher immer, dass bei 9 Innings die Mercy Rule erst ab dem 5. greift.

Ich kann das Ganze natürlich nur aus unserer Sicht schildern, Vereine mit breiterem Kader oder mehreren Teams können sich hier klar anders aufstellen. Bei uns kann es passieren, dass durch Verletzungen, Urlaube oder Arbeit beim einen Spiel 15 Spieler anwesend sind und nächstes WE gerade so 9 zusammen kommen.

Bei 1x7 habe ich für 15 Leute zu wenig Einsatzzeit, gerade bei Auswärtsspielen.
Bei 2x5/6 kann es mit 9 Spielern passieren, dass ich im 2. Spiel keinen Pitcher/Catcher mehr habe

Wenn wir uns grundsätzlich nicht zutrauen würden Doubleheader in der LL zu spielen würden wir uns auch nicht melden, aber unsere Demografie an Spielern und Verletzungen ziehen unvorhersehbare Schwankungen in der Leistungsfähigkeit und Tiefe nach sich. Wenn ich in der 1x7 Liga melde, kann ich absehen, dass nach den ersten paar Spielen, bei denen ein paar Spieler nur mit 3 Innings und 1-2 at bats für 3 Stunden nach Schweinfurt fahren müssen die Lust verlieren und nicht mehr auftauchen. Deshalb wäre 1x9 für uns ideal. Habe dies auch von mehreren Teams u.a. aus Erding dieses Jahr gehört.

Verpflegung und Verkauf findet auch oft noch nach dem Spiel statt.

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Black Eye » 19.10.2018 14:09

DF19 hat geschrieben: Ich dachte bisher immer, dass bei 9 Innings die Mercy Rule erst ab dem 5. greift.
Mercy Rules greifen nach dem dritten und vierten Inning, die Ten-Run-Rule greift zwei Innings vor dem regulären Ende des Spiels.

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Max Seidl » 19.10.2018 14:43

Hallo zusammen,

erst mal allgemein (ich erklär's weiter unten mit Szenarien) würde ich nicht viel oder nichts ändern, weil ich persönlich den Schritt von einem Singlegame in der Landesliga zu einem Doubleheader für zu groß halte. Die Einzelspiele in der Landesklasse möchte ich alledings für alle Seiten attraktiver machen. So würde ich dann auch in der Landesliga spielen wenn es denn nur Singlegames sein sollen.

Spiele ziehen sich immer in den letzten Innings. Wenn wir den Modus auf etwa 1x9 Innings festlegen und es spielen "Not" gegen "Elend":

Das achte Inning endet 17:26 - "Not" ist im Feld.

(1) Wenn wir eine "7-Runs scored" Regel festlegen ist "Not" benachteiligt, weil das Spiel nicht gedreht werden kann. "Elend" at bat hat tatsächlich keine Punkte erzielt und "Not" hat, weil nur 7 Runs möglich sind verloren.

(2) "Elend" at bat erzielt noch Punkte und bei einem Stand von 17:32 schlägt "Not" nach. 15 Runs, das eine oder andere Extrainning ... dürft Ihr Euch selber ausmalen.

(3) Das geht auch mit Zeitbegrenzung: Mit einem Punktestand wie oben wird ein Inning kurz vor der Zeitbegrenzung angefangen und die Mannschaft at bat macht genügend Punkte. ...


Bei längeren Spielen (9 Innings) ist der Plateumpire der lackierte, weil sich der alle Pitches beider Mannschaften anschaut und nicht, wie die Spieler ein Halbinning im Dugout sitzt.


Zu attraktiveren Einzelspielen:

Dieses Jahr habe ich am 05.05.2018 ein Spiel der Landesklasse, Passau gegen Freising, geumpt. Für dieses eine Spiel mit 7 Innings über 2 Stunden bin ich fast 400km gefahren. Ich bin fast doppelt so lange im Auto gesessen.

Seit diesem Spiel habe ich mir überlegt, was man besser machen könnte, damit solche Spieltage ein schöneres Gesamtereignis werden.

Damit hat sich folgende Idee herauskristallisiert:


Neuer Spielmodus:

Statt nur einem 7 Inningspiel lädt der ausrichtende Verein (Heimmannschaft) zwei (2) Gastmannschaften ein.

Die Heimmannschaft spielt ein Spiel gegen Gast 1 und ein Spiel gegen Gast 2. Die beiden Gastmannschaften spielen nicht gegeneinander.

Die beiden Spiele sind Einzelspiele, somit entfällt eine Pitcher- / Catcherregelung.

Soviel zur Idee. Wie groß sollte eine Gruppe sein, damit sich die Paarungen gut realisieren lassen und dass alle Mannschaften in gleichen Maßen Gäste und Gastgeber sind.


Die Größe der Spielgruppe:

Die günstige Größe für eine Spielgruppe sind fünf (5) Mannschaften. Bei fünf Mannschaften ergeben sich 5 * 4 / 2 = 10 Paarungen, dass jeder gegen jeden spielt.

Diese 10 Paarungen lassen sich auch auf 5 Gastgeber und somit Spieltage verteilen. An 5 Spieltagen / Wochenenden sind dann alle Paarungen gespielt (Hinrunde) und in 5 weiteren Wochenenden ist auch eine Rückrunde gespielt.

Jede Mannschaft war 2 mal Gastgeber und jede Mannschaft hat jede andere Mannschaft einmal besucht.


Alle 10 Möglichkeiten 3 Mannschaften aus 5 zu wählen lauten (die 3 vor dem Bidestrich):

123 – 45; 124 – 35; 125 – 34; 134 – 25; 135 – 24; 145 – 23; 234 – 15; 235 – 14; 245 – 13;
345 – 12.
Die Dreiergruppe vor dem Bindestrich bestreitet die Spiele; die beiden Mannschaften hinter dem Bindestrich haben Spielfrei.



Wenn ich jetzt zwei mögliche Spieltage zusammenfasse (= 2 verschiedene Wochenenden), dann haben zwei Mannschaften am Tag 1 spielfrei, zwei andere Mannschaften am Tag 2 und eine Mannschaft spielt an beiden Tagen. Das Spielfeld ist entsprechend dem Gastgeber als z.B.: @2 oder @5 gekennzeichnet.

Spieltag Spielen Spielfrei Spiele

Tag 1 (=Woche 1) 123 45 1 – 2; 2 – 3 (@2)
Tag 2 (=Woche 2) 145 23 1 – 5; 4 – 5 (@5)

Nicht jede Mannschaft möchte oder kann zwei Spiele an einem Tag bestreiten. Daher müssen die beiden Spiele des Gastgebers auf den eigentlichen Spieltag und einen weiteren Tag aufgeteilt werden.

Wenn an jedem Spieltag genau die beiden Spiele bei dem einen Gastgeber stattfinden, dann haben zwei (2) Mannschaften spielfrei.

Da jeweils ein Spiel der Paarungen die Mannschaften bestreiten, die am anderen Spieltag spielfrei haben kann dieses Spiel entsprechend verschoben werden.
Die Spiele können dann ach wie in der unteren Tabelle dargestellt gespielt werden.

Spieltag Spielen Spielfrei Spiele

Tag 1 (=Woche 1) 1245 3 1 – 2 (@2) 4 – 5 (@5)
Tag 2 (=Woche 2) 1235 4 1 – 5 (@5) 2 – 3 (@2)

Wenn nur Doppelspiele gespielt werden sieht die Spieletabelle wie folgt aus:

Spieltag Spielen Spielfrei Spiele

Tag 1 (=Woche 1) 123 45 1 – 2; 2 – 3 (@2)
Tag 2 (=Woche 2) 145 23 1 – 5; 4 – 5 (@5)
Tag 3 (=Woche 3) 124 35 2 – 4; 1 – 4 (@4)
Tag 4 (=Woche 4) 235 14 2 – 3; 3 – 5 (@3)
Tag 5 (=Woche 5) 245 13 2 – 5; 4 – 5 (@5)
Tag 6 (=Woche 6) 134 25 1 – 3; 1 – 4 (@1)
Tag 7 (=Woche 7) 345 12 3 – 4; 3 – 5 (@3)
Tag 8 (=Woche 8) 125 34 1 – 2; 2 – 5 (@2)
Tag 9 (=Woche 9) 234 15 2 – 4; 3 – 4 (@4)
Tag 10 (=Wo. 10) 135 24 1 – 3; 1 – 5 (@1)

Wenn keine Doppelspieltage gespielt werden sieht die Spieletabelle so aus:

Spieltag Spielen Spielfrei Spiele

Tag 1 (=Woche 1) 1235 3 1 – 2 (@2) 4 – 5 (@5)
Tag 2 (=Woche 2) 1345 4 1 – 5 (@5) 2 – 3 (@2)
Tag 3 (=Woche 3) 1234 1 2 – 4 (@4) 3 – 5 (@3)
Tag 4 (=Woche 4) 1235 5 2 – 3 (@3) 1 – 4 (@4)
Tag 5 (=Woche 5) 1345 2 4 – 5 (@5) 1 – 3 (@1)
Tag 6 (=Woche 6) 1245 3 1 – 4 (@1) 2 – 5 (@5)
Tag 7 (=Woche 7) 1235 4 3 – 5 (@3) 1 – 2 (@2)
Tag 8 (=Woche 8) 2345 1 2 – 5 (@2) 3 – 4 (@3)
Tag 9 (=Woche 9) 1345 2 3 – 4 (@4) 1 – 5 (@1)
Tag 10 (=Wo. 10) 1234 5 1 – 3 (@1) 2 – 4 (@4)

Alles bleibt dann wie gehabt.


Vorteile:

Einzelne Spiele sind für Zuschauer oft nicht interessant, da kein ″drum rum″ geboten wird.

Bei Schülerspielen ist das anders, da die Spieler oft von je einem Elternteil begleitet werde und somit zu den ca. 20 Spielern ähnlich viele Zuschauer anwesend sind.

Damit rentiert es sich für den Heimverein einen Kiosk zu betreiben oder Kaffee für die mitgebrachten Kuchen zu kochen.

Einen ähnliche Effekt sehe ich bei meinem geplanten Spielemodus.

Die Gastmannschaft für das zweite Spiel reist im Laufe des ersten Spiels an. Somit sind zu einer Pause zwischen den Spielen mindestens 40 Personen am Platz. Da kann der Heimverein auch grillen oder andere Angebote bereitstellen.

Für den BBSV halbieren sich die Fahrtkosten für die Umpire, da die für zwei Spiele nur eine Anfahrt haben.

Ein Vorteil für die Spieler sind mehr Spiele als bisher in der Landesklasse, weil die Spieltermine ebenfalls halbiert werden.


Nachteile:

Nachteile gibt es aus meiner Sicht keine. Wenn ein Verein nicht die Möglichkeit hat zwei Spiele als Gastgeber zu spielen kann er die beiden Spiele auf zwei Tage (Eigener Spieltag und eine Woche vorher oder nachher) verteilen. Wenn das alle Vereine so handhaben bleibt es in der Liga bei Einzelspielen und damit im Spielmodus wie gehabt.


Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

Gruß
Max

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Devils » 19.10.2018 15:19

Max Seidl hat geschrieben:Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.
Interessanter „disruptiver“ Ansatz, den man mal näher beleuchten sollte. Zwei Herausforderungen sehe ich:
Die „zweite Mannschaft“ braucht Zeit auf dem Feld für Ihre Practice, das bedeutet wahrscheinlich eine Pause zwischen den Spielen von 1 Stunde.
Die Pitchingbeschränkung BF bei Nachwuchs bezieht sich auf ein WE und nicht auf einen Spieltag

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Max Seidl » 19.10.2018 22:08

Devils hat geschrieben: Die Pitchingbeschränkung BF bei Nachwuchs bezieht sich auf ein WE und nicht auf einen Spieltag
Mir geht es um die Pitcher-/Catcherregel für Double-Header (9.1.13). Die Batters Faced - Regel bleibt unberührt.

Gruß
Max

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Matthias Rucker » 20.10.2018 10:33

Hallo Max,

interessanter Ansatz. Du schreibst von keinen Nachteilen. Allerdings geht es ja gar nicht auf meine Motivation ein, dass ich keine Mörder-Doubleheader haben möchte, für die wir keine Umpire finden und die verbliebenen Umpire aufreiben. Es sind ja auch wieder Doubleheader in deinem Modus.

Ciao
Matthias

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Walter Rauh » 20.10.2018 11:40

Ich habe die Diskussion bis hierher verfolgt.
Ich war heuer als Umpire und als Spieler in der Landesliga unterwegs. Das Hauptproblem war doch, dass das zweite Spiel aus dem Ruder lief und ewig dauerte. Für mich ist die Abschaffung der Zeitbegrenzung daran schuld.
Mein Vorschlag für die Landesliga 2019 wäre folgender:

Doubleheader mit 2x6 Innings (Pitcher-Catcher Regelung wie bisher)
1. Spiel Zeitbegrenzung 2,5 Stunden
2. Spiel Zeitbegrenzung 2,0 Stunden
Mit dieser Regelung würden wir die meisten Probleme abstellen.
Die Umpire hätten jeder einen Plate und einen Field Einsatz.
Die Umpire bekommen zwei Spiele bezahlt.
Nachwuchspitcher/catcher bekommen Ihre Einsätze.
Die Spieler bekommen genügend Spielzeit. Und wenn das zweite Spiel ein rechter Krampf ist, dann hat der Krampf nach zwei Stunden wenigstens ein Ende
Der Spieltag hat ein absehbares Ende.

Landesklasse (wie bisher)

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Max Seidl » 20.10.2018 12:46

Matthias Rucker hat geschrieben:Hallo Max,

interessanter Ansatz. Du schreibst von keinen Nachteilen. Allerdings geht es ja gar nicht auf meine Motivation ein, dass ich keine Mörder-Doubleheader haben möchte, für die wir keine Umpire finden und die verbliebenen Umpire aufreiben. Es sind ja auch wieder Doubleheader in deinem Modus.

Ciao
Matthias
@Matthias: In meiner Idee sind das zwei (2) Einzelspiele, daher auch keine Pitcher-/Catcherregelung. Die Vereine können selbst entscheiden ob sie beide Spiele an einem Tag spielen oder aufteilen. Im Extremfall werden nimmer beide Spiele an einem Tag gespielt (obere Tabelle) oder alle Spiele werden nur einzeln gespielt (untere Tabelle).

@Walter: Im Grunde bin ich auch dafür die Doubleheader beizubehalten. Eine Zeitbegrenzung ist sinnvoll, ich denke aber für beide Spiele gleich z.B. 2,5 Stunden.

@alle: Ein Problem stellen meines Erachtens die Pitcher dar, die einfach vom Spiel fertig sind und nicht mehr können (oder das zumindest glauben). Wenn die plötzlich anfangen ein "Aus" durch einen Pick erzielen zu wollen statt weiter Strikes zu werfen, wird das möglicherweise ein langes Spiel.

Mir fällt gerade noch ein, dass wir statt einer Begrenzung, wie der 5-Runs-Scored-Regel im Nachwuchs, ein automatisches "Aus" nach n-Runs-scored einbauen könnten. Als Regel (bleiben wir bei 5 Runs): "Wenn der 5. Punkt in einem Inning erzielt wird folgt ein automatisches "Aus", vor dem nächsten Pitch, wenn der Pitcher den Mound betritt.".

Die höchste in einem Inning erreichbare Punktezahl wird dann: 14 Punkte, Bases loaded, Home Run = 18 Punkte.

Ein Spiel wo sich eine solche Regelung ausgewirkt hätte ist z.B.:
Sonntag, 29.04.2018 Spiel 0625032 Augsburg Gators 3 vs.Michelbach Angels 5:36

P.S.: Die 5-Runs-Scored-Regel im Nachwuchs gefällt mir persönlich nicht, weil der 9. Batter im ersten Inning nie schlägt.

Gruß
Max

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Matthias Rucker » 20.10.2018 17:58

Walter Rauh hat geschrieben: Doubleheader mit 2x6 Innings (Pitcher-Catcher Regelung wie bisher)
1. Spiel Zeitbegrenzung 2,5 Stunden
2. Spiel Zeitbegrenzung 2,0 Stunden)
Gute Alternative, falls sich für 1x9 keine Mehrheit findet. Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen und beide Spiele mit 2,0h machen. Weil ja dann oftmals nochmal ein 20min bis 45min langes Inning mal am Ende drangehängt werden kann. 2,5h Zeitbegrenzung ist da zu lang gegriffen. Das würde die Ausreißer mit Spielende nach 19h nicht verhindern.

@Max: Dann hab ich deinen Vorschlag zu flüchtig überlesen.

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Ralf V. » 22.10.2018 15:32

Ich denke der erste Dreh- und Angelpunkt ist einfach das zu unterschiedliche Pitcher-Niveau in der Landesliga. (was man aber auch in der Bayernliga finden aus meiner Erfahrung als Umpire). Und der zweite, der mit dem ersten meistens auch einhergeht, ob ein Team "das Zeugs" hat in der Landesliga so zu spielen, dass sie sich für die Bayernliga qialifizieren kann (dafür ist die Landesliga ja schliesslich da), oder ob sie sich sagen, wir wollen mehr als nur ein Spiel wie in der Landesklasse, aber für die Play-offs zur BAyernliga würde es nicht reichen.

Da muss man glaube ich ansetzen. Aus dieser Sicht stellt sich die Frage ob die Abschaffung der Bezirksligen so sinnvoll war (rein aus der Sicht, ich weiss dass es weitaus mehr Gründe dafür gab). Ein ähnliches Problem stellt die Abschaffung der REgionalligen für mich da an der STelle.

Wie kann man also die Vereine in eine vernünftige Art und Weise in Landesliga-Spielklassen einteilen, so dass es zu keinen Endlosspielen kommt oder auf der anderen Extremseite ein Spiel vielleicht schon nach 45-60 min fertig sein könnte?

Hilft hier eine reine Selbsteinschätzung der Vereine sich selber in eine passende Spielklasse einzuteilen?
Denn um sich für die Bayernliga qualifizieren zu können, muss man einfach mindestens zwei ,ich sag mal, halbwegs gleichwertige Starting-Pitcher/Catcher haben. Und hier scheinen wohl Teams diese Saison angetreten zu sein, wo das nicht der Fall war?

Unter Umständen würde sich dabei zwar eine kleinere (3-geteilte?) Landesliga und eine größere Landesklasse (vielleicht LK-I und LK-II ?) ergeben, aber dafür würde zumindest in der Landesliga die Qualität steigen und damit auch die Spieldauer sich verringern?
Ralf Vogel
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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von Gilk » 22.10.2018 17:46

aber dafür würde zumindest in der Landesliga die Qualität steigen und damit auch die Spieldauer sich verringern?
Das glaube ich nicht :-)

Dazu Zahlen aus der BYL:

48% der Spiele waren vor dem 7. Inning beendet, 50% haben 7 Innings, 2% waren in Extras (reguläre Saison) --> Spieldauer je Inning: 21 Min

40% der Spiele waren vor dem 7. Inning beendet, 55% haben 7 Innings, 5% waren in Extras (Playoffs/-downs) --> Spieldauer je Inning: 20 Min

Und im Vergleich LL:

41% der Spiele waren vor dem 6. Inning beendet, 53% haben 6 Innings, 6% waren in Extras (reguläre Saison) --> Spieldauer je Inning: 24 Min

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Re: Landesliga auf dem Irrweg

Beitrag von ArminHegen » 22.10.2018 17:55

Ich sag jetzt mal plakativ. wenn wir zu schlecht sind um schnelle Spiele zu machen, müssen wir unsere Pitcher besser ausbilden. und gleichzeitig darauf achten, dass unsere Schlagleute nicht so gut werden :-) (nicht ernst gemeint). Macht ne Zeitbegrenzung, dann weiss jeder fast immer wie lang es dauert oder einfach 2x5 Innings mit allen Merci Rules. das kürzt grottige Spiele auch ab.
von 5 punkte Regel und sowas würde ich auf jeden Fall abraten. wenn Erwachsene so schlecht sind... ist alles zu spät.
auch im Nachwuchsbereich finde ich das nur beschränkt gut.
Das umpireproblem kriegen wir soundso nicht besser in den Griff. außer wir spielen 1x7 Innings mit 2,5 Std. Zeitbegrenzung UND haben kurze Fahrtwege für Umpire, die kurz vorher einfach kommen und nicht ne Stunde vorher da sein sollen. Nur dann kann man an dem Tag manchmal noch was anderes machen. sonst eh nicht. und damit fällt für die meisten dieses Engagement aus.

Armin Hegen
Sportdirektor Grizzlies

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