Zahlreiche Baseball-Profis jahrelang gedopt

Was geht ab in der amerikanischen Profiliga?
- Fragen und Diskussionen darüber sind hier das Thema.
- Außerdem: Wie kann man MLB in Deutschland sehen/hören?
Bajt
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Beitrag von Bajt » 18.12.2007 07:38

Servus,


also jetzt muss ich mich hier auch noch dazu melden, obwohl es leider nicht viel nützen wird.
Ich bin seit mehrern Jahrzehenten bekennder Radsportfan (lange vor Jan Ullrich & Co.). Deshalb finde ich die "Hetzkampagne" nicht sehr gut für den Breitensport. Das alle Dopingsünder verurteilt gehöhren ist selbstverständlich.
Die Berichte jetzt beim Baseball hören sich nach ähnlichen Methoden an. Auch von Seiten der Funktionäre, Manager, Trainer etc.. alles ist eine Mafia und anscheinend immer gleich. Gerade in MLB geht es auch um sehr viel Geld.

Leider ist hier der Dumme wieder einmal der Fan und Amateursportler, der jetzt dazu wieder im Bekannten und Freundeskreis stellung nehmen muss.

Was mich an dieser Diskusion stört ist das immer nur Randsportarten (Baseball in Deutschalnd ist leider noch eine) sehr schnell verteufelt werden. Aber was ist mit den Herren Fußballern (hier war ich noch nie Fan) hier standen in Spanien über 40 Stück auf der Liste des Frauenarztes mit den Blutbeuteln, aber darüber wird nicht berichtet. Selbst in Spanien sind die Namen von den Listen verschwunden und der Prozess wurde eingestellt.

Ich denke das wir das Problem des Doping weltweit für alle Sportarten nur lösen können, wenn hier überall die gleichen Regeln und Vorschriften gelten. Das ist leider wohl ein Wunschtraum der auch zu Weihnachten nicht in Erfüllung gehen wird.

Also nicht die weihnachtliche Stimmung vergraulen, und einfach ein paar Baseball`s als Kugeln an den Baum hängen.


Markus Bajt

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Beitrag von Lefty » 18.12.2007 16:30

Leider ist der Sport in Summe, nach meiner Meinung, fest in der Hand von Doping!

Und dabei geht es nunmal nicht um den olympischen Gedanken, sondern ausschließlich ums Geld! Jeder will das größere Stück vom Kuchen. Und wenn er physisch an seiner Leistungsgrenze angekommen ist, dann muß halt die Chemie weiterhelfen oder er muß aufhören! So einfach ist das, leider.

Und so setzt sich das im Verein (schwache Spieler gibt es genug), in der jeweiligen Liga (schwache Teams gibt es genug) und in den Verbänden (schwache Vereine gibt es genug), bis hinauf zur großen Politik fort. Auch einem Jan Ullrich wurde von ganz oben auf die Schulter geklopft, mach weiter Junge, wir brauchen Dich!

Wenn, dann muß wer die Reißleine ziehen. So wie jetzt z.B. die Telekom, welche sich aus dem Radsport zurückzieht oder etliche TV-Anstalten dieses Jahr aus der Tour de France oder wie schon einige Fußballvereine (z.B. auch die Bayern), welche eben nicht mehr für Jeden der gerade laufen kann jeden Preis zahlen.

Das Ergebnis ist dann ein gravierender Qualitätsverlust, bis hin zu einem eventuellen Niedergang einer ganzen Sportart (niemand weiß wie es z.B. mit der Tour de France nächstes Jahr weitergeht). Mittelmaß will halt wirklich niemand sehen!

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Ingo Leven
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Beitrag von Ingo Leven » 18.12.2007 18:22

Lefty hat geschrieben:Mittelmaß will halt wirklich niemand sehen!
Gegenthese: Sport funktioniert, weil es große Dramen gibt...
Boston gegen New York, Schalke gegen Dortmund, 60 gegen Bayern...

Da kann es eigentlich unerheblich sein, wie das Niveau ist (Drama in der Landesliga im 7. Inning ist genauso für alle Beteiligten greifbar wie im Spiel 7 der World Series).

Ob es dann auch noch so ist, wo im Gegensatz zum Mannschaftssport Individualleistungen über Jahrzehnte objektiv vergleichbar sind (Leichtathletik 100m, Gewichtheben etc.) steht ernsthaft auf einem anderen Blatt... Wobei ich konnte nicht wahrnehmen, wie sich die Durchschnittsgeschwindigkeit bei der Tour de France immer weiter nach oben entwickelt hat. Eher war da immer noch die Bergankunft und das damit einhergehende Drama verbunden... Ob dazu alle gedopt sein müssen oder aber wirksame Kontrollen hier für einen sauberen Sport sorgen, steht auf einem anderen Blatt und hat nichts mit meinen (ich denke: unseren) Sehgewohnheiten zu tun.
Der Tag, an dem ich aufhöre zu lernen, ist der Tag, an dem ich sterben werde

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Beitrag von Lefty » 18.12.2007 19:45

Gegenfrage: gibt es diese große Dramen (Boston gegen New York, Schalke gegen Dortmund, 60 gegen Bayern...) noch, wenn da Krampf gegen Unvermögen spielt? Und hätte es die je gegeben, unter realen menschlichen Bedingungen? Zahlt noch jemand ab 119€/Spiel für einen Stehplatz in der Allianz-Arena, für ein solches Spiel? Ich glaube ganz sicher nur ein paar Unverwüstliche und ein paar, die da eh nur hingehen, um in ihrer Loge Kaviar zu schlürfen. Obwohl, will diese Logen dann überhaupt noch jemand haben?

Ich kenne da einen, Vertriebschef einer größeren Firma. Super Gehalt, Privatpatient. Der hat sich beim Fußballspielen mit seinem Sohn und dessen Kumpels den Meniskus kpl. lädiert. Schon am nächsten Tag OP (nix mit Warteliste etc.) und danach (ich glaube) min. ein halbes Jahr Krücken und ein weiteres halbes Jahr Sportverbot + Reha. Wieso können Profifußballer da fast schon nach ein paar Wochen (ich übertreibe etwas) wieder voll spielen? OK, die Ärzte sind andere (bessere???), aber dass entscheidende, der menschliche Körper, ist derselbe! Also wird da auch mit Chemie nachgeholfen! Das nennt sich bloß legal, da zwischenzeitlich halt einfach zig Mittel auf so genannte „legale Listen“ genommen werden mussten. Für mich ist das eigentlich auch schon eine Art Doping, man verschafft sich Vorteile, indem man reale Zeitabläufe einfach abkürzt. Nebenbei bemerkt, diese so „ausgeheilten“ Bänder etc. sind dann, interessanterweise, auch viel belastbarer als das normal gewachsene Gewebe davor!

Und Individualleistungen sind trotz allem Teamgeistes genauso wichtig wie eine gute Teamleistung. Ich kann mich da noch erinnern, Bayern völlig von der Rolle, der Einzige auf über Normalmaß: Lothar Matthäus. Er wurde in der Zeit mal gefragt, ob er nicht noch die Ecken selber schießen, dann reinlaufen und noch selber einköpfen möchte. Traf irgendwie genau den Zahn dieser Zeit. Er hat die Bayern da fast alleine über Wasser gehalten!
Ingo Leven hat geschrieben:Wobei ich konnte nicht wahrnehmen, wie sich die Durchschnittsgeschwindigkeit bei der Tour de France immer weiter nach oben entwickelt hat.
So, da habe ich was anderes gelesen:

1903:
Distanz : 2428 km
Durchschnittsgeschwindigkeit : 25.679 km/h

1950:
Distanz : 4773 km
Durchschnittsgeschwindigkeit : 32.778 km/h

1977:
Distanz : 4096 km
Durchschnittsgeschwindigkeit : 35.419 km/h

1990:
Distanz : 3504 km
Durchschnittsgeschwindigkeit : 38.621 km/h

2005:
Distanz : 3607 km
Durchschnittsgeschwindigkeit : 41.65 km/h

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Beitrag von Bajt » 19.12.2007 07:36

Guten Morgen,

ich kenne mich bei anderen Sportarten nicht so gut aus, aber beim Radfahren hat komischer weiße fast jeder der Topfahrer angeblich Asthma (Beispiel) und bekommt somit eine Ausnahmegenehmigung für die ganzen hilfreichen Mittel. Das diese Mittelchen auch noch beim Zeitfahren, Bergankünften etc die Luftaufnahme verbessern ist halt eine reine Nebenerscheinung. Auch ein Lance hatte einige Ausnahmen wegen seiner Krebserkrankung und konnte wegen diesen Mittelchen besser regenerieren. All diese Dinge laufen angeblich korrekt ab.
Ich sehe aber Baseball eher wie die Leichtatletik mit schnellen explosiven Muskeln und viel schneller Kraft (Ausdauer eher weniger). Hier wird dann halt mit den ganzen Doping nachgeholfen.
Solange hier keine einheitliche Regelung für alle Sportarten gilt wird weiter gedopt. Auch kommen die Berichte meist in der Nebenaison in die Presse/Zeitung. Anscheinend besteht während der Saison kein Interesse an gedopten Stars
Markus Bajt

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Beitrag von Lefty » 19.12.2007 09:36

Bajt hat geschrieben:...aber beim Radfahren hat komischer weiße fast jeder der Topfahrer angeblich Asthma (Beispiel) und bekommt somit eine Ausnahmegenehmigung für die ganzen hilfreichen Mittel. Das diese Mittelchen auch noch beim Zeitfahren, Bergankünften etc die Luftaufnahme verbessern ist halt eine reine Nebenerscheinung.
Wie bereits geschrieben, man kam irgendwann einfach nicht mehr umhin, Mittelchen zu "legalisieren". Und diese Liste wird jährlich länger!
Bajt hat geschrieben:Auch ein Lance hatte einige Ausnahmen wegen seiner Krebserkrankung und konnte wegen diesen Mittelchen besser regenerieren.
Lance Armstrong hatte Hodenkrebs. Daraufhin durfte er sogar mit höchsten Dosen Steroiden legal fahren! Warum da niemand sagte, tut mir leid, dann kannst Du halt nicht mehr Profiradfahren weiß eigentlich niemand.

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Beitrag von Lefty » 20.12.2007 11:14

Dazu kam gestern (leider erst in der Nacht) eine wirklich hochinteressante Doku auf Phoenix, welche wohl schon öfter ausgestrahlt wurde.

http://www.colourfield.de/blut_und_spie ... und_spiele

Und auf einer Seite der ARD wurde folgende, sicher sehr zutreffende, Feststellung getroffen: "...Beobachter der Szene sind überzeugt: Das Sportpublikum will vom lebensgefährlichen Treiben der Doper und ihrer Hintermänner nicht viel wissen. Es will Helden, Blut und Spiele. Und, wie es scheint: egal, um welchen Preis."

Quelle: http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn ... vdt~cm.asp

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Beitrag von wskonnie » 27.12.2007 00:03

hey sören

nur mal so am rande, dein fallbeispiel mit der meniskusverletzung passt hier nicht so recht...

ohne dass ich jetzt weit ins detail gehen muss, kann ich ich dir sagen, dass ein meniskusriss oder -schaden selbst für einen profisportler bis auf wenige ausnahmen immer eine sache von mehreren monaten (also nicht wochen) ist und nicht selten auch karrieren beendet (viel komplizierter als chirurgischer eingriff am knie gehts nicht). darüber hinaus fallen mir auch etliche beispiele ein, wo sportler im nachhinein trotz erfolgreicher rückkehr eine gewisse verletzungsanfälligkeit ggü. knieverletzungen zeigen (michael owen war so der erste, der mir eingefallen ist). man kann hier also in keinem fall von stärkerer belastbarkeit nach ausgeheilter schwerer verletzung sprechen. (im übrigen, wenn das so wäre, hätte ich mir schon lange künstliche gelenke verpassen lassen :-))

und ohne deinem bekannten zu nahe treten zu wollen, befindet er sich auch bestimmt nicht mehr in einem der regeneration sehr förderlichen alter.

schwer verletzte profisportler mit erfolgreicher rückkehr befinden sich meist in den zwanzigern. streng genommen hat der körper bereits da die ersten regenerativen fähigkeiten eingebüßt. was dann nur zehn jahre später los ist, brauch ich dir ja wohl nicht näher beschreiben.

außerdem handelt es sich bei solchen sportlern meist um profis... von einem derart ausgeklügelten trainings- und regenerationsplan sind wir breitensportler ja wohl meilenweit entfernt und stehen auch nicht unter ständiger medizinischer kontrolle...

und ja, wir haben eine zwei-klassen-medizin und ein marodes gesundheitssystem...

...aber das ist eine andere geschichte und soll ein andermal erzählt werden

msg

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Beitrag von Lefty » 02.01.2008 18:41

Hi Konstantin, ich wünsche Dir noch ein gesundes neues Jahr... wie allen anderen hier natürlich auch.

Wann hast Du mal wieder Zeit bei uns zu umpen??? :D :D :D

Zum Thema:
wskonnie hat geschrieben:nur mal so am rande, dein fallbeispiel mit der meniskusverletzung passt hier nicht so recht...
Doch ich denke schon, dass das hier reinpasst. Gerade solche schwereren Verletzungen sind für jeden "normal abheilenden" Menschen eigentlich der Supergau. Für Profis interessanterweise seltenst. Um es klar zu stellen, ich behaupt nicht, daß jeder Profi (genauso wie jeder normale Mensch) jede Verletzung überhaupt auskurieren kann! Es gibt Verletzungen, die sind für Jeden das Ende! Ich rede nur von doch sehr "schellen" Heilungen! Beispiele kommen noch.
wskonnie hat geschrieben:ohne dass ich jetzt weit ins detail gehen muss, kann ich ich dir sagen, dass ein meniskusriss oder -schaden selbst für einen profisportler bis auf wenige ausnahmen immer eine sache von mehreren monaten (also nicht wochen) ist und nicht selten auch karrieren beendet (viel komplizierter als chirurgischer eingriff am knie gehts nicht).
Tut mir leid, Du wirst sicher mit googeln mehr Beispiele gegen Deine Ansicht finden, wie dafür. Ich glaube, dass was Du meinst ist das Kreuzband!

==========================================

Beispiel 1: Hamburg (dpa) - Das Verletzungspech bleibt dem Hamburger SV weiter treu. Mario Fillinger zog sich beim Training des Fußball- Bundesligisten einen Meniskusriss zu und fällt mindestens sechs Wochen aus..

Quelle: http://www.fussball-nachrichten.de/bund ... -1652.html

Beispiel 2: Berliner Boateng am Meniskus operiert
Berlin (dpa) - 19.07.2006, 11:50 Uhr

Kevin-Prince Boateng von Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ist nach seinem Meniskusriss in Berlin von Kniespezialist Peter Hertel operiert worden. Wie Mannschaftsarzt Ulrich Schleicher sagte, ist die Operation gut verlaufen.

Hertha BSC hofft, dass der 19-jährige Mittelfeldspieler schon in vier Wochen wieder ins Training einsteigen kann. Boateng hat im lädierten Knie bereits einen Kreuzbandriss erlitten.

Quelle: http://www.fussball24.de/fussball/1/7/3 ... s-operiert

Beispiel 3: Verteidiger Willy Sagnol wird Rekordmeister Bayern München in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen. Der französische Nationalspieler erlitt einer ersten Diagnose zufolge im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim AC Mailand (2:2) eine Meniskusverletzung im rechten Knie. Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld zufolge muss Sagnol wohl operiert werden. Milan-Regisseur Kaka hatte Sagnol in der zweiten Spielhälfte gefoult.

Endgültigen Aufschluss über die Schwere der Verletzung sollte eine Kernspintomographie am Mittwoch in München geben. "Ich denke, dass ich etwa sechs bis sieben Wochen ausfallen werde. Es ist kein Kreuzbandriss und kein Schienbeinbruch, also nichts Schlimmes. Das geht vorbei", sagte Sagnol. Hitzfeld nannte den Ausfall des Ersatz-Kapitäns "bitter", meinte aber, es bestünde "eine kleine Chance, dass er zum Saisonende wieder spielen kann".

Quelle: http://www.1asport.de/sport/Meniskusver ... 9408N.html

============================================

Ich höre jetzt mal auf, ich finde mit Sicherheit noch zig mehr! Interessant finde ich hierzu auch die Äußerung von Willy Sagnol: "Es ist kein Kreuzbandriss und kein Schienbeinbruch, also nichts Schlimmes. Das geht vorbei", sagte Sagnol. "
Da steht nichts von möglichem Karriereende usw. sondern es ist nichts schlimmeres!
wskonnie hat geschrieben:und ohne deinem bekannten zu nahe treten zu wollen, befindet er sich auch bestimmt nicht mehr in einem der regeneration sehr förderlichen alter.
Er ist 37 und war in seiner "aktiven" Zeit (er spielt immernoch) sogar bei einigen Probetrainings von Handball-Zweitligisten! Also wir reden hier nicht von einem Rentner oder wem, der sich vielleicht an dem Tag das erste Mal wieder "bewegt" hat!
Und mit 37 gibt es auch noch genügend spielende Profis. Und deren Regeneration dauert nicht viel länger als bei den jüngeren Spielern, außer der Verein bezahlt diese Sonder-OP's usw. nicht mehr, weil derjenige das "nicht mehr wert ist"!
wskonnie hat geschrieben:schwer verletzte profisportler mit erfolgreicher rückkehr befinden sich meist in den zwanzigern. streng genommen hat der körper bereits da die ersten regenerativen fähigkeiten eingebüßt. was dann nur zehn jahre später los ist, brauch ich dir ja wohl nicht näher beschreiben.

außerdem handelt es sich bei solchen sportlern meist um profis... von einem derart ausgeklügelten trainings- und regenerationsplan sind wir breitensportler ja wohl meilenweit entfernt und stehen auch nicht unter ständiger medizinischer kontrolle...
Auch mit einem "ausgeklügelten trainings- und regenerationsplan" kannst Du mir die Diffenrenz von 4...7 Wochen (lt. meinen Beispielen) gegenüber einem Jahr (beim ihm) nicht erklären!
Fakt ist, die Operationen, -methoden und -medikamente sind mit Sicherheit ganz andere und die Medikation während der "ausgeklügelten trainings- und regenerationsphase" auch! Niemand "Normaler", nicht mal 1...2 Stufen/Ligen darunter, würde so etwas bekommen!

Also für mich irgendwo eine Art "legales Doping"!

Ist meine Meinung.

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Beitrag von Gretzky #99 » 02.01.2008 22:02

Lefty hat geschrieben:Auch mit einem "ausgeklügelten trainings- und regenerationsplan" kannst Du mir die Diffenrenz von 4...7 Wochen (lt. meinen Beispielen) gegenüber einem Jahr (beim ihm) nicht erklären!
Fakt ist, die Operationen, -methoden und -medikamente sind mit Sicherheit ganz andere und die Medikation während der "ausgeklügelten trainings- und regenerationsphase" auch! Niemand "Normaler", nicht mal 1...2 Stufen/Ligen darunter, würde so etwas bekommen!

Also für mich irgendwo eine Art "legales Doping"!

Ist meine Meinung.
Du bist also Arzt ? Nein kann nicht sein dann wüsstest du dass dein Freund anders behandelt wird wie die Fußballer.

Ich kenn Ottonormalsportler die 6 Wochen nach einem Meniskussschaden wieder fit waren das hat nichts mit irgendwelchen mittelchen zutun. Sondern mit der Art der Behandlung

Meniskusriss ist nicht gleich Meniskusriss und es gibt verschiedene Wegen den zu behandeln, den schnellen nicht so optimalen(rausschneiden) oder den langsamen(nähen).

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Beitrag von Lefty » 03.01.2008 11:52

Gretzky #99 hat geschrieben:Du bist also Arzt ? Nein kann nicht sein dann wüsstest du dass dein Freund anders behandelt wird wie die Fußballer.
Meine Güte, ist es Dir möglich auch normal zu antworten? Bist Du Hellseher, daß Du ohne mich zu kennen weißt, daß ich kein Arzt bin? Du solltest bei der "New Uri Geller-Show" mitmachen!
Gretzky #99 hat geschrieben:Ich kenn Ottonormalsportler die 6 Wochen nach einem Meniskussschaden wieder fit waren das hat nichts mit irgendwelchen mittelchen zutun. Sondern mit der Art der Behandlung

Meniskusriss ist nicht gleich Meniskusriss und es gibt verschiedene Wegen den zu behandeln, den schnellen nicht so optimalen(rausschneiden) oder den langsamen(nähen).
Ich kennen leider nicht so viele Leute mit einem Menskusschaden, sorry. Ist wohl mein Fehler.
Daher kann ich Deine Ausführungen weder bestätigen noch dementieren. Aber nachdem selbst Konstantin diese Verletzung als sehr schwerwiegend eingestuft hat, sind mir Deine Ausführungen einfach zu billig. Mein Bekannter hat mit Sicherheit die bestmögliche Behandlung erfahren, da kannst Du Dir sicher sein.

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Beitrag von Gretzky #99 » 03.01.2008 12:02

Lefty hat geschrieben: Bist Du Hellseher, daß Du ohne mich zu kennen weißt, daß ich kein Arzt bin? Du solltest bei der "New Uri Geller-Show" mitmachen!).
das hat nichts mit Hellsehen zutun, das steht in deinem Profil :wink:


Lefty hat geschrieben: Mein Bekannter hat mit Sicherheit die bestmögliche Behandlung erfahren, da kannst Du Dir sicher sein.
Bestmöglich ist nicht gleich schnellstmöglich genau darauf wollte ich hinaus

Aber mal zum eigentlichen Thema.

Doping wegen Ruhm und Geld mag sicher richtig sein, aber selbst wenn ich in die hiesigen Fitnessstudios schau wird dort Anabolika und Steroid Missbrauch betrieben und dass ohne das danach Geld oder Ruhm winkt im Gegenteil das geht sogar ins Geld. Von daher ist Doping nicht nur ein Problem des Geldes.

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Beitrag von Outlaw » 03.01.2008 12:31

In dieser Hinsicht hat mein Vorredner recht.

Doping ist eine Sache der persönlichen Einstellung.

Ich zitiere hier eine Textstelle aus einem Lied.

[...]Wo Genie und Wahnsinn sich verbinden, Worte nicht nach Lügen stinken, gibt es noch 'nen ander'n Weg, der steinig ist, aber den es lohnt zu geh'n[...]

Was ich damit sagen will? Ganz einfach. Die Leute versuchen es sich so einfach und so bequem wie möglich zu machen. Trainiere ich meinen Körper auf dem konventionellen Weg? Dann muss ich hart arbeiten und viel dafür tun. Oder gehe ich den leichten Weg und helfe mit Mitteln nach? Dann hab ich den gleichen, oder sogar besseren Erfolg mit weniger Aufwand oder in einer schnelleren Zeit.
--- Alle Posts spiegeln lediglich meine persönliche Meinung wieder und müssen die Meinung der Buchbinder Legionäre Regensburg oder des BBSV nicht teilen!! ---

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Beitrag von Lefty » 03.01.2008 16:58

Wir sind über der "Meniskusdebatte" vom eigentlichen Thema ziemlich abgewichen. Ich habe nur darstellen wollen, daß der Sport an sich eh nicht mehr für Otto-Normali nachvollziehbar ist. Und das gilt für die Ergebnisse genauso wie für die Regenerationszeiten nach Krankheiten und Verletzungen! Alles ist um ein zigfaches "schneller, höher, weiter"!

OK, bevor hier auch noch "Die Ärzte" (nich bös gemeinte Anspielung) irgendetwas "sinnvolles" dazu geträllert haben, hier mal die Definition von Doping der Welt-Anti-Doping Agentur (WADA):

"Doping ist das Vorhandensein einer verbotenen Substanz, deren Metaboliten oder eines Markers in Körperbestandteilen eines Athleten. Doping ist die Verwendung von Substanzen aus den verbotenen Wirkstoffgruppen und die Anwendung verbotener Methoden."

Doping hat also zunächst wenig mit reiner persönlicher Einstellung usw. zu tun. Und auch wenig mit der Einnahme von "Mittelchen" an sich, denn es sind ja bereits etliche völlig legal. Doping ist, wenn man verbotene Mittel benutzt!
Was sind verbotene Mittel? Eigentlich alles was nicht ausdrücklich auf einer speziellen Liste draufsteht oder man eine Sondergenehmigung hat (siehe Lance Armstrong)! Man darf genaugenommen nicht mal ein einfaches Schnupfenspray beim Apotheker um die Ecke kaufen!

Und Christian, eines darfst Du einem Ex-Kraftsportler glauben:

"Die Leute versuchen es sich so einfach und so bequem wie möglich zu machen. Trainiere ich meinen Körper auf dem konventionellen Weg? Dann muss ich hart arbeiten und viel dafür tun. Oder gehe ich den leichten Weg und helfe mit Mitteln nach? Dann hab ich den gleichen, oder sogar besseren Erfolg mit weniger Aufwand oder in einer schnelleren Zeit."

Diese Aussage stimmt so nicht! Einfacher oder leichter wird fast gar nichts! Ohne Fleiß kein Preis, daß gilt auch für Doping! Steroide etc. helfen Dir beim Muskelaufbau, aber wenn Du Dich nicht unter eine 3...4-Zentner-Hantel drunterlegst, bringt Dir das gar nichts! Du wirst Dich dann nur charakterlich ändern, wirst aggressiver. Wenn Du Dich nicht in den Höhenlagen von Mexico schindest, wo Dein Blut mehr Sauerstoff aufnehmen kann, dann kannst Du "Eigenblut-Doping" vergessen! Usw. usw.

Ich habe zwar nie etwas benutzt (glaubt es oder laßt es sein), aber ich kenne einige, die mich innerhalb von ein paar Monaten überholt hatten. Und ich kennen aber auch ein paar, die jetzt schon tot sind! Solche Medikamente zu benutzen ist definitiv eine "lebensverändernde" Entscheidung!

Mic Weigl
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Beitrag von Mic Weigl » 04.01.2008 09:30

Gretzky #99 hat geschrieben:Ich kenn Ottonormalsportler die 6 Wochen nach einem Meniskussschaden wieder fit waren das hat nichts mit irgendwelchen mittelchen zutun. Sondern mit der Art der Behandlung
Ui, mich würde mal interessieren, was der dafür getan hat...
Habe selbst beide Menisken kaputt, der eine ist vor vier Wochen rausgekommen, der zweite am 15.1.
Die mir gegebene Prognose: Playoffs 2008 bin ich wieder dabei!
Ergo: nach der ersten OP wären das 8 Monate, nach der 2. OP 7 Monate, die ich benötigen werde, um 100% belasten zu können!

Daher würde mich (privaterweise) natürlich interessieren, wie ich in 6 Wochen wieder fit bin :D
Ne, mal im Ernst, kannst Du mal einen Kontakt herstellen? Die Differenz ist für mich da natürlich erschreckend groß!
(vielleicht liegts bei mir auch noch am drittgradig kaputten Knorpel?!)


Greetz,
Mic

P.S. Meniskusschäden sind scheiße!

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