Vorgehensweise Änderungsvorschlag DVO's

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Outfield
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Beitrag von Outfield » 16.03.2012 20:31

Zu sagen das der Heim-Ump befangen sein kann, naja :-(

Dann sollte man auch keine Umps zulassen die auch in der Liga spielen. Könnte ja zu gunsten des eigenen Teams umpen.

Jeder Coach, egal ob Heim oder Gast wird über enge Entscheidungen diskutieren. Egal ob man den Ump kennt oder nicht.

Ich finde die Grundidee nicht so schlecht. Schaut wieviel Teams sich im Forum immer Umps suchen das kann evtl. zum Umdenken anregen selbst welche auszubilden.

Es gibt immer zwei Seiten der Medaille.


#ImproveWhatYouCan/AcceptForRest!

A.B.
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Beitrag von A.B. » 16.03.2012 20:43

Matthias Rucker hat geschrieben:Schließe mich Kür-Sad an. Das ist absolut beschissen. Es gibt kein sichereres Mittel, um seine eigenen Umpire zu vergraulen. Und schon aber Landesliga Herren ist der Ehrgeiz hoch genug.

Ciao
Matthias
Bin auch komplett bei kc und Matthias.

Gibt nichts schlimmeres als in seinem eigenen Verein umpen zu müssen .

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Karsten Lentge
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Beitrag von Karsten Lentge » 19.03.2012 18:17

Hallo,

denkt bitte vor allem an die Schiedsrichter!!!
Die müssen nun ihr eigens Team schiedsrichtern, mit all den (meist negativen) Konsequenzen, die Kür-Sad oben schon aufgezeigt hat. Außerdem verlieren die Teams natürlich zwei mögliche Mitspieler.

Die Nachteile wiegen erheblich schwerer als der kleine Vorteil, etwas Geld zu sparen. Wer glaubt, dass er nun einfacher Umpire findet, liegt falsch.

Dass es Teams gibt, die immer nach Schiedsrichtern suchen, um den eigenen Verpflichtungen nachzukommen, wird durch eine Heimschiedsrichterregelung nicht gelöst. Diese Teams suchen, weil sie keine oder zu wenige Schiedsrichter haben (, die auch bereit sind zu schiedsrichtern!). Dieser Situation könnte man dadurch Abhilfe verschaffen, wenn man eine Pflicht einführte, eine gewisse Anzahl Schiedsrichter haben zu müssen.

Hier könnt ihr nachschauen, wie viele Umps die einzelnen Vereine haben:
http://www.baseball-in-bayern.de/umpire ... ern/?c=all
[D-Umpire sind natürlich nur begrenzt einsetzbar]

Viele Grüße
Karsten Lentge
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vs
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Beitrag von vs » 20.03.2012 09:05

Ich sag mal so, die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte. Beides hat seine Vor- und seine Nachteile.

Meine ganz persönliche Meinung ist, dass es manchmal schon leichter ist Heimumpire zu bekommen. Ich z.B. möchte eigentlich, aufgrund von Zeitmangel, nicht mehr in der Weltgeschichte rumfahren um zu umpen. Mal schnell auf den Platz, ein Spiel geumpt und wieder heim. Das passt und das klappt auch. Und ich persönlich habe auch kein Problem, dass es meine Mannschaft ist, die ich umpe, weil wenn ich umpe umpe ich.

Die Problematiken, die angesprochen wurden (die auch vorhanden sind - sie sind ja nicht abzustreiten), sind jedoch m.E. individuelle - jeder Mensch ist halt anders.

Was mir jedoch schon Sorgen macht, wenn Umpire wie Alex Seipt aufhören. Ich hatte zwar nie das Vergnügen Alex als Umpire zu haben, jedoch ist es so, dass viele Spiele von ihm übernommen wurden. Dieses Spielkontigent muss ja aufgefangen werden. Aber von wem? Wenn jetzt jemand wegfällt, der viele Spiele übernommen hatte, wird die Suche nach Umpire noch schwieriger.

Und ja - eine Möglichkeit dies aufzufangen ist, das man die Freigabe hat auch Heimumpire einsetzen zu können. Dies ist ein pragmatischer Ansatz, kein Wunschansatz.
*********************************************
http://www.dragonsnet.de

Alexander Seipt
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Beitrag von Alexander Seipt » 20.03.2012 09:48

Backstop48 hat geschrieben:
Alexander Seipt hat geschrieben:
Backstop48 hat geschrieben:Neutralität.
Ich könnte mir vorstellen, dass dadurch evtl. einige Vereine wirklich "heimstark" werden.
Also, dieser Aussage würde ich aber schon widersprechen. Ich kenn' keinen Umpire, der seine calls an die Tatsache anpassen würde, dass er bei sich zu Hause hinter der Plate oder im Feld steht.

Zumindest war meine Wahrnehmung der letzten Jahre wirklich die, dass meine Kollegen unpaarteiisch waren! Egal ob jetzt beim Heimverein oder auch nicht.
*Ironie an*
Dann ist ja alles klar. Sparen wir uns doch einen Haufen Geld und führen die Heimumpire-Regelung deutschlandweit bis in die 1. Bundesliga ein.

Wer ist dafür? Wir sollten das gesparte Geld zu 100% in die Nachwuchsförderung stecken.
*Ironie aus*
Ich war nie und bin nicht für Heimumpire! Das kam evtl. falsch rüber!

Ich finde nur die Aussage, dass Heimumpire für eine mögliche "Heimstärke" sorgen, sagen wir mal, daneben! Ich habe lediglich diese Aussage kritisiert! Meine Wahrnehmung war, wie gesagt, in den letzten Jahren eine andere....

Nichts desto trotz finde ich selber vereinsfremde Umpire natürlich besser! Ich denke auch, dass ich das in den letzten Jahren so auch immer kund getan habe.

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_bobby_
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Beitrag von _bobby_ » 20.03.2012 10:12

fakt ist.
wir haben zu wenig aktiven umpires, welche (auswärts) termine wahrnehmen möchten/können - tendenz fallend....


frage:
1) wieviel spiele sind auf grund umpiremangels in der vergangenheit ausgefallen, trotz zunehmende anzahl von liz. umpires? ist hier einen Trend zu erkennen?

2) wieviel vereine haben inzwischen mehr als 50% ihre verpflichtungen (umpire einsätzte) schon mit eigenen umpires geplannt?

die änderungen (DVO's) verteilen nur die zusätzliche mehraufwand/fahrtkosten (zu recht) an den vereinen - bringt aber keine lösung des eigenen problems.

wenn jemand ein bessere/andere vorschlag hat, höre ich gerne zu...

Alexander Seipt
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Beitrag von Alexander Seipt » 20.03.2012 10:40

Das große Problem bei der Umpireproblematik ist, dass die Offiziellen (Umpire und Scorer) flächendeckend als (notwendiges) Übel angesehen werden und hier deutlich zu wenige Vereine die Notwendigkeit der Ausbildung sehen.

Ich nehme hier bewusst meinen aktuellen Verein, Dachau, nicht aus. Bei uns wurden hier die letzten Jahre komplett verschlafen. Aber diese Tatsache betrifft noch eine ganze Reihe anderer Vereine auch.

Vereine, wie Ingolstadt, die viel Wert auf die Umpireausbildung legen und auch entsprechend Umpire ausbilden, sind einfach zu spärlich vorhanden! Leider!

Das Thema "Umpiremangel" kommt regelmässig auf. Wirklich ändern tut sich aber nichts, weil sich einfach zu wenige der Tatsache bewusst sind, dass Umpire und Scorer genauso zum Spiel gehören wie Ball, Schläger, Diamond, Pitcher, Batter, Safe und Out (und und und....). Nur mal so am Rande: 2 der 10 Regeln behandeln die Themengebiete Umpire und Scorer....

Die Aussage "ich will lieber spielen" oder "ich bin im Verein um zu spielen und nicht um den Schiedsrichter zu machen" ist genau das, was ich bei sowas immer höre.

Die Resonanz auf dem Umpirebotschafter war für mich da sehr ernüchternd. Ingo und ich waren seinerzeit bei einem Vereinsbestand von ca. 60 Vereinen bei genau 3 Vereinen vor Ort. Der großen Masse war diese Art der Werbung im eigenen Verein schon zu lässtig oder auch zu uninteressant.... oder was auch immer....

Hier gehört erst mal ein Umdenken her, bevor wir über weitere Masnahmen nachdenken, wie wir Umpire gewinnen. Solange jeder nur spielen will, wird sich hier nichts ändern!

Ein Zwang, Umpire (und Scorer) auszubilden, bringt garnichts, wenn die ausgebildeten Umpire dann nicht auch Spiele machen. So lange nur Umpire ausgebildet werden, weil ich als Verein muss und mir das dann, salopp gesagt, egal ist, ob der Umpire dann auch Spiele macht, bringt hier ein Zwang gar nichts.

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Beitrag von Karsten Lentge » 20.03.2012 12:13

Hi,

pflichtmäßig eine gewisse Anzahl Schiedsrichter zu haben, würde in der Kostellation unserer Umpire-Einteilung in Bayern schon etwas bringen.

Es ist doch so, dass die Ligen (Bayernliga, Landesligen) sich selbst schiedsrichtern. Wenn alle dort beteiligten Vereine genügend Umpire hätten, gäbe es kein Problem (, hier auch keine Diskussion) und man müsste nicht "fremde" Umpire fragen!* Deswegen besteht eigentlich auch gar keine Notwendigkeit das Fass "Heimschiedsrichter" aufzumachen. Die Vereine der einzelnen Ligen sollten sich bloß untereinander mal disziplinieren.

Als Ausbilder sage ich, dass wir noch weniger neue Schiedsrichter finden, wenn diese ihr eigenes Team schiedsrichtern sollen!
Dass erfahrene(re) Kollegen dies hinbekommen, mag sein, aber neue werden dies nicht so einfach schaffen und steigen noch eher aus. Ich will es noch einmal ganz deutlich sagen: Man opfert zwei Teamkollegen (und potenzielle Spieler), nur um ein paar Euro zu sparen. :cry:

Auch ich sehe das Problem der zu niedrigen Zahl Schiedsrichter in der fehlenden Wertigkeit innerhalb mancher Vereine. Dort wo man das Thema "Umpiring" aktiv und positiv angeht und sich um seine Schiedsrichter kümmert, da läuft es auch gut, etwa in Ingolstadt.

In der Bezirksliga werden ja ohnehin schon Heimschiedsrichter eingesetzt, also reden wir über Landes- und Bayernliga. Was meint ihr, wie die Außenwirkung für unsere Sportart ist, wenn wir Zuschauern und den Medien sagen, dass unsere offiziellen Wettkampfspiele bis hoch in die höchste bayerische Liga von der Heimmannschaft geschiedsrichtert werden. :o

Viele Grüße
Karsten

* Dann könnten Kollegen (die nicht aus Vereinen dieser Ligen sind), die gern mehr machen, freiwillig und zusätzlich Einsätze übernehmen und wäre nicht - als sozusagen feste Vereinsumpire - für dritte Vereine unterwegs.

Darüber hinaus ist es doch auch eine Frage, wie viele Umpire ein Verein hat, denn:
Verein A muss 6 Double-Header umpen.
Verein A hat 2 Umps = jeder Ump muss 6 DH = 12 Spiele leiten.
Verein A hat 4 Umps = jeder Ump muss 3 DH = 6 Spiele leiten.
Verein A hat 6 Umps = jeder Ump muss 2 DH = 4 Spiele leiten.

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Beitrag von Ingo Köhler » 20.03.2012 14:07

_bobby_ hat geschrieben:
frage:
1) wieviel spiele sind auf grund umpiremangels in der vergangenheit ausgefallen, trotz zunehmende anzahl von liz. umpires? ist hier einen Trend zu erkennen?
solange ich ligaobmann der landesliga baseball bin (und das dürfte diese jahr meine vierte, oder gar fünfte saison für die landesliga sein), noch keines. es gab zwar 1-2 spiele (andi berichtige mich sollten es mehr gewesen sein) bei denen es auf der kippe stand, aber es gab immer eine (kurzfristige) lösung.

und im moment sehe ich auch keine grösseren probleme für die bayernliga und die landesliga (jeweils baseball !) dass diese in der aktuellen saison mit ausreichend lizenzierten umpiren besetzt werden.

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Beitrag von Ingo Köhler » 20.03.2012 14:12

Alexander Seipt hat geschrieben:Das große Problem bei der Umpireproblematik ist, dass die Offiziellen (Umpire und Scorer) flächendeckend als (notwendiges) Übel angesehen werden und hier deutlich zu wenige Vereine die Notwendigkeit der Ausbildung sehen.
Als einen "Mangel" in der Umpire-/Scorerausbildung empfinde ich persönlich noch immer, dass alle Ausbildungen im Südbayern stattfinden.
Ich kann mich noch an Zeiten (Mitte der 90er Jahre als ich meinen ersten C-Umpireschein machte) erinnern, da wurden auch Kurse in Nordbayern (meiner fand damals in Erlangen statt) angeboten.

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Beitrag von Backstop48 » 20.03.2012 15:33

Ich denke ebenfalls, dass die Vereinseinteilung gut funktiniert. Ich erinnere mich noch an die Zeiten in denen für die Bayernliga zentral die Umpire eingeteilt wurde (heldenhafter Einsatz von Bernd Eichenhüller und seinen Vorgängern).

Durch die Vereinseinteilung entsteht dort der Druck für Nachwuchs zu sorgen wo auch etwas bewirkt werden kann. Nämlich im Verein. Der Einteiler im Verein wird so schon aus Eigeninteresse für Nachwuchs sorgen.

Das Problem mit Heimumpiren das hier noch gar nicht angesprochen wurde ist doch auch, dass damit am Spieltag der spielenden Mannschaft ein Spieler abgezogen wird! Es sei denn man hat im Verein mindestens zwei Enthusiasten, die zwar nicht als aktive Spieler in Frage kommen aber ttrotzdem immer am Baseballplatz sind. Nicht jede Mannschaft hat mehrere Herrenmannschaften oder hauptamtliche Schiedsrichter.
Ich finde nur die Aussage, dass Heimumpire für eine mögliche "Heimstärke" sorgen, sagen wir mal, daneben! Ich habe lediglich diese Aussage kritisiert! Meine Wahrnehmung war, wie gesagt, in den letzten Jahren eine andere....
Einfach aus einer persönlichen Stichprobe auf ALLE Kollegen zu schließen halte ich für unangebracht idealistisch. Ich würde nicht für alle Vertreter unserer Zunft die Hand ins Feuer legen.

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Beitrag von Ingo Köhler » 20.03.2012 16:14

Backstop48 hat geschrieben:Ich denke ebenfalls, dass die Vereinseinteilung gut funktiniert. Ich erinnere mich noch an die Zeiten in denen für die Bayernliga zentral die Umpire eingeteilt wurde (heldenhafter Einsatz von Bernd Eichenhüller und seinen Vorgängern).
oh ja....an diese zeiten als ligaobmann der bayernliga denke ich noch mit grauen zurück....was haben der bernd und ich damals telefoniert......

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Beitrag von Black Eye » 20.03.2012 23:28

Viele Spiele sind nicht ausgefallen.
1-2 könnten es schon gewesen sein.
Insgesamt nicht dramatisch.

Maik Säckl
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Beitrag von Maik Säckl » 21.03.2012 00:56

Servus zusammen,

anbei ein paar Anmerkungen und Gedanken.


Ausbildung im Norden von Bayern.

Ausbildung wurde von mir und anderen in Hinterzimmern von Gaststätten, und ähnlichem gemacht. Nachdem sich die Möglichkeit in der Sportschule Haching, Ausbildungen, kompakt mit Unterbringung, Unterrichtsräumen und Hallen ergeben hat, wurden auf solche Örtlichkeiten verzichtet.


Viele Vereine bezahlen den Schiedsrichterkurs komplett. Bei anderen muss der Schiedsrichteraspirant selber die gesamten Kosten tragen. Dies ist halt so.

Ob man einen Spritkostenpool (Fahrkostenzuschuss) schaffen muss, ergibt sich vielleicht aus der Diskussion.

Von mir wurde immer wieder bei Gesprächen, über dieses Thema angeführt: "Wenn eine Örtlichkeit vorhanden ist, die ähnliches bietet, und hier aber bitte auch die Verpflegungskosten, Übernachtungskosten, und weiteres gegenüberstellen. Dann würde einem Schiedsrichterkurs im Norden, Osten, Westen nichts entgegenstehen."

Hier bitte beim Präsidium, und oder dem Schiedsrichterobmann anfragen, mit wieviel Euro der BBSV Schiedsrichterkurse bezuschusst. Welche Subventionsmittel von Seiten des BLSV in der Sportschule Haching dazugeschussert werden?

Ist also für den selben Preis woanders eine Ausbildung möglich? Wenn ja, super.

Sind Unterrichtsräume und Halle getrennt, entsteht ein gewaltiges logistisches Problem.

Könnte man mit anderen Landesverbänden eine Zusammenarbeit machen? Kostendeckend?


Vereinseinteilung vs. Namentliche Einteilung

Zunächst ein Einschub. Ich war froh, nicht mehr Freitags, Samstag Abend um 23Uhr angerufen zu werden, ob ich am nächsten Tag einen Einsatz machen kann.

Mein Dank gilt hier allen Kollegen die ähnliches erlebt haben, und für Ihr Hobby viel geopfert haben. Insbesondere Ihren Frauen, Kindern und Familien.

Besonders sei hier Herr Donald BAILLIE erwähnt. Mir ist nicht bekannt, das das Präsidium irgendwann eine Ehrung für diesen Mann gemacht hat. Über seine Schiedsrichterliche Leistung lässt sich vieles sagen.

Das er mit seinem unermütlichen Einsatz überhaupt einen Spielbetrieb ermöglicht hat, blieb meiner Ansicht nach viel zu unbeachtet. Danke für Ihre Leistung Herr BAILLIE.


Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, bitte keine Heimschiedsrichter/ Heimeinteilung.

Dies geht in der ersten Hälfte einer Runde vielleicht noch gut. Spätestens wenn es um Auf- oder Abstieg geht wird der Druck viel zu gross.

Dem kann man natürlich, wenn man die Bundes-, Regionalliga betrachtet, entgegenstellen. Da gibt es ja auch "Heimschiedsrichter".

Dies liegt an der besonderen Situation, das zwei A-Schiedsrichter in Regensburg wohnen.

Ebenso, das die Regensburger Verantwortlichen sowohl im Bayrischen Verband, als auch im Deutschen Verband zu viel Einfluss auf Entscheidungen nehmen können.

Das Schiedsrichter aus der selben Stadt in der höchsten Deutschen Liga eingesetzt werden, gibt es wahrscheinlich nur im Baseball. Aber was macht das schon. Als Krönung wird aus den oben genannten Gründen sogar bei den Endspielen um die Deutsche Meisterschaft das selbe System durchgezogen.

Hier vordergründlich, Regensburg zahlt weniger Reisekosten. Die anderen Vereine zahlen dementsprechend mehr.

Und dies zieht sich bis in die unteren Ligen durch. Ist den meisten wahrscheinlich nicht ganz bewusst. Schliesslich sieht man in der Regel nur den eigene Verein, Liga. Das man indirekt Vereine arm macht, und andere Vereine sich einiges an Kosten sparen können, ist wohl so gewollt. Anders lässt sich für mich die Einteilung in den DBV-Ligen nicht mehr erklären. Bezeichnend hierfür die Rückzüge aus den DBV-Ligen in den letzten Jahren. Auch die nicht wahrgenommen Aufstiegsrechte mal näher betrachten!!

Gauting und Saarlouis lassen grüßen.

Anzahl der Umpire:

Auf dem Papier wurden in den letzten 5 bis 10 Jahren genügend Schiedsrichter ausgebildet. Das Problem. Viele machen Ihre geforderten Einsätze nicht, um die Lizens zu verlängern. Und das schon in den ersten zwei Jahren.

Wurde von mir schon in anderen Beiträgen erwähnt. Ich halte inzwischen gar nichts von der Möglichkeit, die Hälfte der Strafen in einem Schiedsrichterkurs zu investieren. Wer nicht wirklich freiwillig kommt, bleibt zu 80 bis 90 Prozent auch nicht dabei.

Dadurch müssen wenige Schiedsrichter viele Einsätze stemmen.

Das Herr Alexander SEIPT seinen Rückzug bekannt gemacht hat, ist bekannt. Mich persönlich würde interessieren, weshalb? Alex, bitte nicht antworten. Das musst Du nicht. Ich finde es nur bedauerlich. Und mach mir halt meine eigenen Gedanken.

Ebenfalls habe ich schon mehrfach meinen Missmut darüber kunt getan, das Auswahltrainer während dem Ligabetrieb einen Scheiss auf Schiedsrichter geben. Dies sehen Zuschauer, Spieler und alle anderen Beteiligten. Das Präsidium hat in der Vergangenheit viel zu wenig gezeigt, das Ihnen Schiedsrichter wichtig als Bestandteil eines Sportbetriebes sind.
Und Ihre hochgeschätzten Trainer wenigstens einmal zu massregeln.

Welcher Anreiz wird geschaffen, Schiedsrichter zu werden? Keiner.


Mein Vorschlag. Schafft die Schiedsrichter einfach ab.

Stellt in der nächsten Hauptversammlung den Antrag, ab der Saison 2013 ohne Schiedsrichter und ohne Scorer(E-Scoring) die Spiele durchführen zu wollen.

Wer will, kann einen Eilantrag für 2012 an das Bayrische Präsidium, an den DBV und oder CEB, ersatzweise IBA stellen. Die sind sicherlich erfreut darüber, einen der größten Finanzposten endlich los zu werden.

Regelkonforme Spielleitung ist nicht gewünscht.

Deshalb Vorschlag zwei: Zuschauer rekrutieren. Die wissen eh immer alles besser. Und müssen Ihren Platz aus versicherungstechnischen Gründen nicht verlassen. Aus circa 70 Meter sieht man das Play am Zweiten besser als der Arsch, der nach 6 Stunden in der Sonne immer noch hochmotiviert zu den Basen sprintet, um sich hinterher von allen Seiten Nettigkeiten anhören zu müssen. Zuschauer müssen auch nicht extra entlohnt werden. Vielleicht hilft auch bei besonderen Problemen der Telefonjoker. Vorsicht, dies meine ich ohne jede Ironie.


Ausgefallene Spiele, wegen Schiedsrichtermangel:

Gab es in den DBV-Ligen in den letzten Jahren immer mehr.

In Bayern wurde viel durch Enthusiasten aufgefangen. Wie die Situation in allen anderen Landesverbänden aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis.


Sollte ich aus Müdigkeit etwas vergessen haben, sorry.


Gute Nacht.


Maik SÄCKL


P.S.

Ich habe meinen Rücktritt vom aktiven Dienst bereits im vergangenen Herbst getätigt.

Mir sind die Vorgänge im und um den DBV, BBSV zuwider geworden.

Mein Angebot in der Ausbildung tätig zu bleiben, wurde schön torpediert, indem mir erst Termine genannt wurden, die unter der Woche waren. Für mich als Berufstätiger ein kleines Problem. Wie schön das ich hernach sehen konnte, das die Kurse doch an Wochenenden gehalten wurden.

Was für ein Zufall, ebenfalls fast nur Regensburger Ausbilder im Baseballbereich.

Mein Dank hier an alle Kursteilnehmer, die mir in der Vergangenheit viele wertvolle Momente geschenkt haben. Danke.

Sollten jetzt wieder Angebote kommen, Klage einzureichen, Unterlassungserklärungen zu unterschreiben oder irgendwelche anderen juristischen Spitzfindigkeiten. Ich werde mich zu wehren wissen.


salve



maik

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Buzzbee79
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Beitrag von Buzzbee79 » 21.03.2012 09:25

Die Wahrheit wird schon bei manchem Schiedsrichter gut ankommen und bei anderen wie der ICE vorbeifahren. Schade Maik, dass jetzt auch du deinen Rückzug vollendest. Es sind wie immer die Guten die gehen.
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2016 Graduate of the Wendelstedt Professional Umpire School....

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